Zahl der Wetterauer nimmt weiter ab
20.07.2010 - WETTERAUKREIS
(pd). Die Zahl der Wetterauer geht leicht zurück. Zum 31. Dezember 2009 lebten 298 179 Menschen in den 25 Städten und Gemeinden des Kreises. Im vergangenen Jahr wurden 2367 Kinder geboren, 2997 Menschen sind in diesem Zeitraum verstorben. Da die Zahl der Zuzüge über der der Fortzüge lag - 17 874 Menschen kamen 2009 Jahr neu in die Wetterau, 17 588 haben sie verlassen - profitierte die Wetterau von sogenannten Wanderungsgewinnen, sodass die Bevölkerung „nur“ um 317 Menschen abnahm.
Die Entwicklung in den Städten und Gemeinden ist dabei höchst unterschiedlich. In drei Kommunen lag die Zahl der Geburten noch über der der Sterbefälle: Bad Vilbel (326/285), Rosbach (112/91) und Rockenberg (32/28). Alle anderen Kommunen haben einigermaßen ausgeglichene Zahlen, außer Bad Nauheim, wo 227 Geburten 472 Sterbefällen gegenüberstehen. Weil mehr Menschen nach Bad Nauheim gezogen sind, als von dort weg, ist die Einwohnerzahl der Gesundheitsstadt dennoch um 67 gestiegen. Ein ähnlich negatives Verhältnis zwischen Geburten und Sterbefällen müssen Nidda (114/205), Ortenberg (68/129) und Ranstadt (33/8) registrieren.
Größte Stadt im Wetteraukreis ist nach wie vor Bad Vilbel mit 31 634 Einwohnern (plus 178), gefolgt von Bad Nauheim mit 31 084, der Kreisstadt Friedberg mit 27 922 (plus 42) und Butzbach mit 24 967. Auch Karben mit 21 756 und Büdingen mit 21 309 zählen mehr als 20 000 Einwohner. Die kleinsten Kommunen bleiben Hirzenhain mit 2803 (minus 62), Kefenrod mit 2875 (plus 31) und Glauburg mit 3113 (minus 40).
Ein tieferer Blick in die Statistik zur jeweiligen Bevölkerungszahl pro Jahrgang zeigt, dass die stärkste Gruppe die der Babyboomerjahre ist, also der in den 60er Jahren geborenen Menschen, die heute zwischen 40 und 50 Jahre alt sind. Der stärkste Jahrgang ist der von 1966 mit 5560 Menschen. 1969 sank die Zahl der Geburten auf unter 5000, bereits 1972 hat sie die Marke von 4000 unterschritten. 1983 betrug die Zahl der Geburten im Wetteraukreis erstmals unter 3000, um dann in den späten 80er und frühen 90er Jahren auf über 3000 anzusteigen. Das war die Zeit, als die Babyboomer Familien gründeten. 2000 wurden in der Wetterau letztmals mehr als 3000 Kinder geboren, seitdem sinkt die Zahl kontinuierlich auf jetzt 2389.
„Zahlen genau im Blick“
„Wir haben die Zahlen sehr genau im Auge, nicht zuletzt wegen der Planungen hinsichtlich der Schulen und der Kinderbetreuungseinrichtungen“, erklärte Landrat Joachim Arnold. „Wir können die demografische Entwicklung nicht umkehren, aber wir müssen die Möglichkeiten, sie zu gestalten, von kommunaler Seite nutzen. Dazu gehört, dass wir kinder- und familienfreundliche Strukturen weiter konsequent ausbauen und fördern.“
Obwohl in der Wetterau geboren, erkundet Landrat Arnold bei jeder Gelegenheit selbst gerne immer wieder seine Heimat und berichtet über neu Entdecktes. „Wir in der Wetterau können uns glücklich schätzen, dass wir eine Heimat haben, die große Vielfalt bei höchster Qualität bietet und dadurch niemals langweilig wird. Eine Wetterau, die sowohl erholsam als auch geschäftig ist. Erholsam im Sinne von vielen familiengerechten Freizeitangeboten und wohltuenden Genüssen des Lebens außerhalb der Hektik der Großstadt. Geschäftig aber sowohl wegen der kurzen Wege zu den Arbeitsplätzen in Frankfurt als auch der eigenen wirtschaftlichen Prosperität“, so Arnold.