Umweltschutzpreis geht an Hans-Georg Dittgen
31.08.2010 - WETTERAUKREIS
Belobigung für Reinhold Stock aus Unter-Schmitten
(pd). Der mit 2000 Euro dotierte Wetterauer Umweltschutzpreis 2010 geht an den Butzbacher Amphibienschützer Hans-Georg Dittgen. Die Belobigung, die mit einem Geldpreis von 500 Euro verbunden ist, geht an Reinhold Stock aus Unter-Schmitten.
„Dass die Wetterau in Sachen Amphibienschutz hessenweit vorne liegt, hat sie vor allem Hans-Georg Dittgen zu verdanken“, betonte Landrat Joachim Arnold in einer Pressemitteilung. Dittgen ist seit Jahrzehnten im ehrenamtlichen Naturschutz tätig - und das nicht nur in seiner Heimatstadt Butzbach. Besonders beispielhaft sei sein kreisweites Engagement in Sachen Amphibienschutz.
Der Preisträger ist seit fast 30 Jahren Vorsitzender der NABU-Gruppe Butzbach. In dieser Funktion hat er schon früh Schwerpunkte im Amphibienschutz gesetzt. Neben der Aufstellung von Schutzeinrichtungen organisiert er auch das Sammeln und Zählen. Allein die Bestimmung der Arten und deren Anzahl beansprucht mehrere Wochen Arbeit im Jahr.
Zudem hat er den Bau von Amphibientümpeln initiiert. Viele der Amphibienschutzzäune im Kreis gehen auf sein Betreiben zurück. „Ohne sein unermüdliches Engagement“, so der Landrat, „wäre der Amphibienschutz in der Wetterau den einzelnen Ortsgruppen überlassen und auf einem deutlich schlechteren Stand.“ Neben dem Amphibienschutz widmet sich Dittgen auch anderen Fragen des Naturschutzes. Ob beim Bau oder der Reinigung von mehr als 100 Nistkästen oder der Erhaltung des größten zusammenhängenden Orchideenvorkommens oder dem Biotopschutz im Bereich des ehemaligen Schießplatzes der US-Armee in der Gemarkung Butzbach - Hans-Georg Dittgen steht überall an vorderster Stelle.
Dem langjährigen Vorsitzenden der Natur- und Vogelschutzgruppe Ober-Schmitten, Reinhold Stock aus Unter-Schmitten, wird für seinen jahrzehntelangen Einsatz im Umweltschutz eine Belobigung ausgesprochen. Stock gehört zu den einsatzfreudigen und aktiven Umweltschützern, ohne die die praktische Vereins- und Verbandsarbeit nicht möglich wäre.
Besonders am Herzen liegt Stock das Biotop am Steinbruch in Michelnau. In diesem geologischen Kleinod hat er schon viele Arbeitseinsätze absolviert. Hinzu kommt sein Engagement bei der Pflege der Orchideenwiese bei Eichelsdorf, aber auch die Obstbaumpflege auf städtischen Grundstücken, die Anlage und Betreuung von Feuchtbiotopen und Feldgehölzen sowie der Mager- und Trockenrasen.
Auch als Vorstandsmitglied bei der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Ortsverband Nidda und Umgebung, hat sich Stock insbesondere beim Schutz von Ameisen hervorgetan.