Damit kaputte Knochen besser heilen: Mediziner der JLU suchen Werkstoffe für Hartgeweberegeneration
24.07.2010
Von Frank-Oliver Docter
Zunächst aber steht die experimentelle Phase im Vordergrund. Und hier besteht enormer Nachholbedarf. Denn: „Die osteoporotische Frakturheilung ist noch nicht grundlegend erforscht“, so Schnettler. Deshalb gilt es herauszufinden, wie sich das ständig erneuernde Knochengewebe aus Knochenbälkchen (Spongiosa) und Knochenmark, das wichtigste blutbildende Organ des Menschen, nach einer Operation entwickelt.
Neuartige Legierung
Darüber hinaus soll in Zellkulturen untersucht werden, wie Knochenzellen zu einem stärkeren Wachstum angeregt werden und so die zerstörte Substanz ersetzen können. Um klinische Tests einer in Dresden entwickelten neuartigen Legierung für eingesetzte Titanplatten, in die auch das Gießener Physikalisch-Chemische Institut eingebunden ist, wird es ebenso gehen wie um die in Zusammenarbeit mit den Heidelberger Kollegen vom dortigen Krebsregister laufenden Forschungen zum Multiplen Myelom. Für ausreichend Projektthemen ist also gesorgt.
Zeitgleich wurden von der DFG zwei weitere Sonderforschungsbereiche/Transregios mit Gießener Beteiligung bewilligt: das ist zum einen der SFB/TRR 84 „Angeborene Immunität der Lunge: Mechanismen des Pathogenangriffs und der Wirtsabwehr in der Pneumonie“ sowie der SFB/TRR 81 „Chromatin-Veränderungen in Differenzierung und Malignität“.
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