04. Februar 2012 12:10 Uhr
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Lauterbacher Anzeiger

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Jugend  

Was denken die Lehrer über die Activeboards?

06.03.2010

Jugendstil-Umfrage unter Vogelsberger Pädagogen

Margarete Kelm unterrichtet die 11c und 11f am AvH in Lauterbach und findet, dass die Activeboards eine gute Sache sind: "Die Activeboards sind ein sauberes Geschäft und haben meine technikbegeisterten Schüler motiviert, gerne nach vorne zu gehen! Die Anfangsbegeisterung war groß!" Deshalb hofft sie, dass ihre Schüler die Motivation nicht verlieren. Manchmal wünscht sie sich die alte Tafel zurück, weil sie sehr gerne mit Moderationskarten gearbeitet hat: " Für die Kärtchen finde ich keinen geeigneten Platz mehr im Klassenraum, und besonders bei Stichpunkten ist mir das Hochladen des Activeboards zu zeitaufwändig." Dann diktiert die Lehrerin lieber. Was passiert, wenn die Activeboards von einem Virus befallen werden und sich die Leistungen der PCs mit der Zeit abschwächen, ist ihre größte Sorge im Bezug auf die neuen Tafeln.

Andrea Weber unterrichtet die 11e2 am AvH in Lauterbach: "Ich finde die Activeboards sehr praktisch für Filmszenen, weil man alles parat hat und den Schülern schnell passende Filmausschnitte auf dem Activeboard präsentieren kann. Gleichzeitig gibt und gab es aber auch einige Nachteile mit den neuen Tafeln: Die Technik macht Probleme. Die Umstellung begann zunächst sehr holprig, weil die Fortbildungen zeitlich zu spät stattfanden. Die Activeboards wurden an einem Freitag montiert und am darauffolgenden Montag musste ich schon ohne Grundkenntnisse mit einem Activeboard unterrichten!"

Thomas Zulauf, unterrichtet am AvH und arbeitet regelmäßig im Englischunterricht in der Einführungsphase mit einem Activeboard. Er glaubt, dass neue Medien immer mehr Bedeutung in unserem Alltag haben. Für ihn ist es daher eine logische Konsequenz, dass neue Medien auch in die Klassenräume Einzug halten: "Lehrer dürfen sich solchen Entwicklungen nicht verschließen, schließlich ist es unsere Aufgabe, den Schülerinnen und Schülern unter anderem zur Entwicklung von Methodenkompetenz zu verhelfen." Aus seiner eigenen Erfahrung kann er sagen, dass das Activeboard und er selbst noch nicht die dicksten Freunde sind: "Ich bin immer noch in der Gewöhnungsphase, und manchmal wünsche ich mir die Kreidetafel zurück. Aber ich bin sicher, dass ich einfach etwas mehr Routine in der Benutzung der Boards entwickeln muss, schließlich bin ich auch noch nicht mit allen Funktionen vertraut."

Ein dickes Plus ist für ihn die Möglichkeit, verschiedene Medien schnell und einfach miteinander zu kombinieren (Bilder/Film, Audiodateien, eigene Aufzeichnungen...). Dem stehe jedoch gegenüber, dass die Bedienung nicht so intuitiv ist, wie man es eigentlich erwartet: "Manchmal ist der Stift schlecht kalibriert, und die Schrift wird undeutlich. Hat man sich verschrieben, kann man nicht nebenbei mit der Hand den Buchstaben wegwischen, sondern muss erst umständlich auf das Werkzeug Radierer klicken - so etwas nervt." Das Erstellen von ansprechenden Tafelbildern wird seines Erachtens erleichtert, da man viele verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten als Werkzeug vorliegen hat. Als negativ empfindet er hingegen den Aufwand (Computer, Projektor, elektronisch verstellbare Tafelfläche), den man selbst für geringfügige Benutzung (mal eben eine unbekannte Vokabel an der Tafel erläutern) betreibt. In diesem Zusammenhang steht er auch den durch Energieverbrauch und Verschleiß entstehenden Folgekosten kritisch gegenüber: "Wenngleich andererseits natürlich Kosten für Kreide und Reinigungskosten entfallen würden, dürften diese aber zumindest geringer sein." Antonia Hofmann

Thomas ZulaufVergrößern

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