U18-Wahl in Leusel und Homberger Ohmtalschule
(gk/hek). Wenn die Jugendlichen alleine über die Zusammensetzung des Bundestages zu entscheiden hätten, dann stünde das Ergebnis bereits fest. Am Freitag beteiligte sich die Jugendfeuerwehr Leusel unter Wahl-Leitung von Alexander Schmick, Jugendwart der FW Leusel, an der bundesweiten Aktion U18-Bundestagswahl. Und die jungen Vogelsberger lagen dabei im Bundestrend der U18-Wähler, denn sie stimmten überwiegend für die SPD.
Zwischen 14 und 18 Uhr konnten Kinder und Jugendliche im Feuerwehrgerätehaus mit richtigen Stimmzetteln - allerdings nur mit Zweit-Stimme - die Parteien wählen. Das Interesse war da, immerhin 43 Jugendliche gaben ihre Stimme ab. Das sah auch Schmick so, der feststellte, dass "viele aus der Gegend extra für die Aktion vorbeikamen". Und nicht nur aus Leusel registrierte er Wähler, sondern auch aus Schwabenrod, Lingelbach, Alsfeld, Eifa und Liederbach kamen Jugendliche, die zur Urne der Jugendwahl wollten. "Wir erhielten viel Lob für die Aktion, und auch die Eltern fanden es gut und wichtig, dass so etwas gemacht wird", zog Schmick ein positives Fazit.
Wenn die Jugendwahl eine Prognose für die Bundestagswahl am kommenden Sonntag wäre, würde sich vor allem die SPD über das Leuseler Ergebnis freuen. 19 Stimmen oder 44,2 Prozent stimmten für die Sozialdemokraten. Dahinter kamen in der nicht repräsentativen Wahl die FDP (sechs Stimmen/14 Prozent), die Grünen (5/11,6), CDU (4/9,3), Linke und Tierschutzpartei (jeweils 3/7,0), Piratenpartei (2/4,7) und BüSo (1/2,3) auf die Plätze. Abgestimmt wurde im Kreis am Freitag auch in der Homberger Ohmtalschule. Hier gaben immerhin 350 von 540 Schülern ihre Stimme ab. Auch hier hatte die SPD mit rund 20 Prozent die Nase vorne, gefolgt von der Tierschutzpartei (18,6 Prozent) und der CDU (17,8).
Ein Trend, der sich bestätigt, wie ein Blick auf die Ergebnisse unter www.u18.org zeigt. Auch im gesamten Wahlkreis Gießen gaben die Jugendlichen der SPD und der Tierschutzpartei die meisten Stimmen. Hessenweit dagegen bekamen die Grünen die meisten Stimmen der Jugendlichen (23,9 Prozent), vor SPD (23,0) und CDU (12,5). Bundesweit konnten die Sozialdemokraten bei den am kommenden Sonntag nicht wahlberechtigten Jugendlichen sich mit 20,4 Prozent, knapp vor den Grünen (20,1) und der CDU (19,3) behaupten.