Ein farbenfrohes närrisches Treiben
20.02.2012 - FREIENSTEINAU
55 Zugnummern beim Freiensteinauer Faschingsumzug
(gst). Der Freiensteinauer Faschingsumzug 2012 stand unter dem großen Thema „111 Jahre Fastnachtsverein Kikiriki“. So erinnerten nicht nur der Prinzenwagen der Gastgeber, sondern auch andere Gruppen an dieses närrische Jubiläum. Bei herrlichem Sonnenschein und einigen Grad über dem Nullpunkt zog sich gestern ein farbenfroher, fröhlich- närrischer Lindwurm durch die Hochburg des fastnachtlichen Treibens im „Blauen Eck“.
55 Zugnummern sahen mehrere tausend Zuschauer an sich vorbeiziehen, begleitet von vielfachen „Helau“-Rufen. Auch regnete es Bonbons, Würstchen und andere Süßigkeiten von den Wagen, die manchmal sogar direkt in die bereitgehaltenen Behältnisse gefüllt wurden.
Reinhold Merz und Torben Schaaf kündigten die gerade vorbeiziehenden Gruppen für die Zuschauer an. Immer wieder erschallte der närrische Schlachtruf.
Die große Geburtstagstorte der Prinzengarde erregte Aufmerksamkeit. Ebenso die Frauenfußballerinnen mit „Tischlein deck dich“, die so an die Geburtstagsfeier erinnerten. Auf deren Wagen war zu lesen: „Silberbesteck und teures Porzellan, obendrauf noch goldner Kerzenschein, weniger hätte es heute nicht getan, um zum 111. Mal närrisch zu sein.“ Zu den Hinguckern des Umzugs gehörten auch die Landfrauen-Teufelinnen aus Salz mit dem Motto „Himmlisch gut - teuflisch schön“ und die Gymnastik- und Skigymnastikgruppe aus Freiensteinau, die an die Rokkoko-Zeit erinnerte. Die Sicherheit garantierte das Swat-Team der Männerfußballer.
Verschiedenen Themen widmeten sich auch die Motivwagen. Bei den Kümmel-Lümmeln wurde lieber gefeiert, sodass bei den Kühen das Euter voll blieb, denn ihr Prinz ist ja Hobbylandwirt. Nicht Märchen Gebrüder Grimm, sondern „Guttenbergs Märchen“ stand bei dem Motivwagen des „Clubs 13“ aus Bannerod im Fokus und warf die Frage auf, ob denn die Renten wirklich sicher sind.
Auch ins Auge fiel der farbenfrohe Wagen der „Hippies“, der Jugendgruppe aus Radmühl. Außerdem zu bewundern gab es beispielsweise die „Spaßkasse“ aus Altenschlirf, die Faschingshochburg aus Schlechtenwegen oder Räuber aus dem „Blauen Eck“. Auch die Kirmesburschen Ilbeshausen waren mit von der Partie, sie verwiesen auf das 1 000-jährige Bestehen ihres Ortes.
Überall gab es also etwas zu sehen, und der Ideenreichtum der Wagen war wieder verblüffend.
Mit dabei war auch wieder der Wagen aus Ober-Moos, von dem 800 Würstchen verteilt wurden, die viele dankbare Abnehmer fanden. Ebenso begehrt waren die Getränke, die von vielen Motivwagen den Zuschauern gereicht wurden.