Die Umwelt geschützt und der Natur geholfen
31.03.2010 - SCHWARZ
Versammlung der Natur- und Vogelschutzgruppe Schwarz
(oz). "Wir helfen der Natur und machen uns stark für den Schutz unseres Lebensraumes und der Umwelt im Gründchen. Wir haben auch im vergangenen Jahr nicht in unserem ehrenamtlichen Engagement für den Umweltschutz, Natur und heimatliche Landschaft nachgelassen und zahlreiche Umweltaktivitäten entwickelt und Artenschutzprojekte durchgeführt". So brachte es der 1. Vorsitzende Arno Eifert bei der gut besuchten Jahreshauptversammlung der Natur- und Vogelschutzgruppe Schwarz auf den Punkt.
In seinem Jahresbericht ging Eifert auf die zahlreichen Aktivitäten des Vereins im vergangenen Jahr ein. So wurde mit den Dorfkindern eine Aktion "Sauberhaftes Gründchen" durchgeführt. Gemeinsam mit dem AZN Kirtorf pflanzten Schüler der Astrid-Lindgren Schule Grebenau den "Baum des Jahres 2009" - den Bergahorn.
Fernerhin pflegten die Naturschützer Feldholzinseln, legten gemeinsam mit den Jungjägern des Vogelsbergkreises Biotope und Streuobstwiesen an, schufen Nisthilfen für Wasseramsel, Eulen sowie Eisvögel und führten Vogelstimmenwanderungen durch. Ein besonderer Dank galt dem Vogelschützer Karl Krug und Joachim Opel für die Schutzgebietsbetreuung im Bereich Kalkberg und Oberschwarz. In einer kurzen Laudatio würdigte Eifert das Engagement und die Zivilcourage von Vorstandsmitglied Hinrich Lüttmann, dem Initiator der "Müllrebellen" und zeichnete den Umweltaktivisten und Hoffnungsträger als "Mann des Jahres im Vogelsberg" aus.
2010 beabsichtigt die Naturschutzgruppe ihre Aktivitäten auf die Streuobstwiesen und "Natura 2000-Gebiete" zu konzentrieren und in Kürze soll in Zusammenarbeit mit dem Ortsbeirat Schwarz eine gemeinsame Müllsammelaktion durchgeführt werden. Am 25. April gilt es für jung und alt im Rahmen einer vogelkundlichen Wanderung, an der Aktion "Stunde der Gartenvögel" teilzunehmen.
Ortsvorsteher Dirk Eifert betonte das gute Einvernehmen zwischen Naturschutz und Land- und Forstwirtschaft im Gründ-chen. Für den NABU- Kreisverband lobte Dr. Martin Jatho gleichfalls die vielfältigen Aktivitäten der inzwischen 88 Mitglieder starken Gruppe und berichtete von Planungen der Gemeinde
Schwalmtal, im Wald in der Nähe der Bastwaldeponie, den Bau von fünf Windkraftanlagen mit einer Flügelspitzenhöhe von rund 200 Meter zu ermöglichen. Dieses Planvorhaben, das zu einer weiteren "Verspargelung" unserer Heimatlandschaft beiträgt, mitten im Vogelschutzgebiet, im Nistbereich von Uhu und Rotmilan, werde von den Naturschützern äußerst kritisch gesehen.