Gottesdienst mit Gesang, Theater und guten Wünschen unter dem Motto "Pimp my church"
(ku). Begann die Vorankündigung des ersten Jugendgottesdienstes der Kirchengemeinde Grebenhain unter dem Motto "Pimp my church" noch mit dem Zitat "Kirche ist langweilig", so könnte dieser Bericht, der von dem Gottesdienst selbst erzählen soll, mit folgendem beginnen: "Das hat riesigen Spaß gemacht!" - eine Aussage, die sicher alle Gäste, die sich am Sonntagabend im voll besetzten Gemeindehaus Grebenhain eingefunden hatten, unterstreichen können.
Wobei "Spaß" hier nicht nur für ausgesprochen gute musikalische Unterhaltung seitens der Kirchenband Rebound steht. Auch nicht nur für das Theaterstück, dass die Schülerinnen und Schüler der 8G der Oberwaldschule im Religionsunterricht mit Pfarrer Heiligenthal einstudiert haben. Nein - "Spaß" meint in diesem Fall die Mischung aus gelungener Unterhaltung und dem aktiven Mitgestalten der Gemeinde am Gottesdienst selbst.
Nicht nur Zusehen, Zuhören, sondern aktiv werden. Gemeinsam singen, Freude zeigen und Mitwirken war gewünscht und gefordert. Und die Gemeinde machte mit, war dabei, zeigte Unterstützung und machte deutlich: "Ja, wir gehen diesen Weg mit". So, wie auch die Familie Jakobs den Weg mit dem Vater und Ehemann mitging - einen ungewissen, unsicheren Weg, der aber gemeinsam beschritten wurde, wie die Jugendlichen in ihrer Auslegung der Jakobs Geschichte deutlich zeigten.
"Pimp my church" - eine Bezeichnung für einen nicht vollkommen neuen, aber schon ungewöhnlichen Weg, den Pfarrer Heiligenthal gehen möchte, um Kirche für junge Menschen attraktiv, lebendig zu machen. Es ist ein anderer Weg, als die üblichen Gottesdienste - aber nicht weniger feierlich, nicht weniger ehrlich und mit Glauben und Vertrauen angefüllt. Und mit Hoffnung - das zeigten deutlich die Wünsche und Bitten, die die Gottesdienstgäste gegen Ende der Veranstaltung auf Zettel geschrieben hatten, und die Heiligenthal und Tini (Christine Eifert), die gute Seele und Vermittlerin in schwierigen Situationen, die es bei den Proben immer wieder gab, vorlasen. Der Wunsch nach Friede, Gesundheit für die Familie, nach Sicherheit und Glück wurde hier ebenso deutlich, wie die Hoffnung, dass besonders den Menschen auf Haiti Hilfe widerfährt.
Eines zeigte der Jugendgottesdienst am Sonntag sehr deutlich: Es ist weder der äußere Rahmen, noch der schwarze Anzug des Pfarrers, der einen Gottesdienst zu einem solchen macht. Es sind die Herzen der Menschen, die zu einer solchen Veranstaltung zusammen kommen.