BCC-Manege bietet Zirkusshow und Volkszählung
07.02.2012 - BETZENROD
In Betzenrod zahlreiche Stimmungshöhepunkte - Jessica Beer und Marcus Herchenröder führen durchs Programm - Szenen aus der „Odenwaldklinik“
(sw). „1,2,3 ... Manege frei!“ Zirzensisch angehaucht ist in diesem Jahr das Motto der Betzenröder Carnevalisten. Sehr gelungen, bunt, abwechslungsreich und mit vielen witzigen Pointen bestückt war das Programm der ersten Fremdensitzung in der vollen Narrhalla des Dorfgemeinschaftshauses.
Jessica Beer, im goldenen Frack und goldenen Zylinder, sowie BCC-Vorsitzender Marcus Herchenröder führten durchs Programm - routiniert, mit viel Witz und erfrischender Schlagfertigkeit.
Für einen schwungvollen Auftakt sorgte die blau-weiß kostümierte Jugendgarde, die am kommenden Samstag im Rahmen der Kindersitzung erneut ihr Können zeigen darf. Dem Auftritt des BCC-Nachwuchses folgte die erste Stimmungsrakete, zu der Jessica Bär das Publikum nicht lange bitten musste. Der Jugendgarde folgte die - junge - Erwachsengarde. Ebenfalls im BCC-Blau-Weiß wirbelten die acht Tänzerinnen und ihre drei männlichen Mittänzer über die Bühne. Tosender Beifall, Zugaberufe und die nächste Stimmungsrakete spiegelten die Begeisterung im Saal, über die sich auch die beiden Trainerinnen Jennifer Schmidt und Jessica Beer freuen durften.
Der erste Wortbeitrag kam von einem Gast. „Im Elferrat zu sein, das ist wunderbar“, dozierte Sebastian Schweizer in der Bütt und berichtete von seine Erfahrungen als Mitglied des hohen Gremiums in Michelbach. Die Dancing Devils aus Eschenrod sind Stammgäste des Betzenröder Carnevals. Diesmal stand der fetzige Auftritt musikalisch im Zeichen von „Bon Jovi“, und das Outfit der Tänzerinnen zog wie immer die Blicke auf sich.
Die Volkszählung macht auch vor Betzenrod nicht halt. Wie ein eigentlich trockener Dialog mit „ein paar ganz einfachen Fragen“ Begeisterungstürme auslösen kann, zeigten Marcus „Maggi“ Herchenröder als Zählbeauftragter und Hausmann Dennis Lenz. Der Volkszähler hat Durst, der „Gastgeber“ reicht gern ein „Clausthaler“ in Form einer grünen gekühlten Dose einer bekannten regionalen Brauerei. „Das zischt ja wie Apfelsaft“ entfährt es dem Volkszähler. Bei der einen Dose bleibt es nicht, und gegen den Hunger gibt es noch ein „Banänchen“. Zum Schluss sind viele Dosen geleert, keine der Fragen beantwortet, und die amtlichen Formulare reichlich zerknittert.
Dem verbalen Schlagabtausch folgten die „Sweet Devils“. „Let´s twist again“ und ein Rock´n-Roll-Potpourri hatten die jugendlichen Tänzerinnen mit ihrer Trainerin Sylvia Reitz-Hudetz einstudiert. Keine ruhige Sekunde verlebte der junge Ehemann Ewald (Sabrina Bing) beim Sonnenbaden mit seinem Schatz (Michelle Mattern) in dem Sketch „Das fängt ja gut an“. Kaum war der eine „Auftrag“ erfüllt, folgte schon die nächste Anweisung. Am Ende war der arme Gatte sichtlich geschafft und sank ermattet in den Sonnenstuhl.
Wieder einmal glänzend aufgelegt waren die „Häsels“. „Direktor“ Uli Herchenröder führte durch die aufregende Zirkusshow mit tanzenden Elefanten, einem Fahrrad fahrend Bär, lustigen Clowns und zwei „heißen“ Playboy-Häschen in allerknappsten Kostüm. Für die Ideen und Umsetzung der Zirkusshow waren Bärbel Wilhelm, Uli Lotz, Hilu Merz und Silvia Lenz verantwortlich, die Kostüme nähte Marita Jannusch.