Roter Teppich für Ärzte: Stadt denkt über Praxisausbau nach
04.11.2010 - ROMROD
Zuschüsse sollen aus dem Förderprogramm Stadtumbau West beantragt werden
(sgs). Romrod rollt den roten Teppich für Hausärzte aus: Mit Mitteln aus dem Förderprogramm Stadtumbau West wird möglicherweise ein Objekt in der Stadtmitte zu einer Praxis umgebaut.
Diese Idee stellte Bürgermeisterin Dr. Birgit Richtberg in der jüngsten Stadtverordnetensitzung am Montag im Rathaus vor. Behandelt wird das Thema nach dem einstimmigen Votum im Parlament allerdings erst einmal im Haupt- und Finanzausschuss.
Zunächst hatte Romrod nach Aussagen der Bürgermeisterin eine „bittere Pille“ schlucken müssen: Im Oktober sei mitgeteilt worden, dass längst bewilligte Fördergelder aus dem Stadtumbau West, die die Stadt langfristig eingeplant hatte, gestrichen würden. Somit könnten bis zu 1,2 Millionen Euro verfallen, sagte Richtberg auf Nachfrage.
Zwei Ärzte verloren
Einzige Chance für die Kommune, nicht die gesamte Summe zu verlieren: Die Zuschüsse müssen bis zum Jahresende erneut beantragt werden. „Es soll kein Geldausgeben um jeden Preis werden“, unterstrich die Rathauschefin und warb für ein Projekt, das schnell umgesetzt werden könne: den Praxisumbau. Damit könne zudem die ärztliche Grundversorgung in der Stadt gewährleistet werden, schließlich habe Romrod in den vergangenen Jahren zwei der drei niedergelassenen Hausärzte verloren.
Die Vorstellungen der Bürgermeisterin sind bereits relativ konkret, es gibt sogar einen Arzt, der in das Modell einsteigen würde, zunächst aber geht es in erster Linie darum, den Antrag auf Fördermittel auf den Weg zu bringen. Deshalb wurde der Punkt einstimmig in den Ausschuss verwiesen.