Schnobrich muss endgültig gehen
11.10.2010 - GIESSEN
HSG Wetzlar steht vor Neu-Organisation seiner Führung
GIESSEN (am). Handball-Bundesligist HSG Wetzlar hat sich mit sofortiger Wirkung von Geschäftsführer Sascha Schnobrich getrennt. Das teilte der Verein gestern in einer Pressemitteilung mit. Die Entscheidung fiel am Wochenende in einer Sitzung des Aufsichtsrats der HSG, um nach dem gesundheitsbedingten Rücktritt des Aufsichtsratsvorsitzenden Hardo Reimann und der Erkrankung von Geschäftsführer Schnobrich die zukünftige Aufstellung des Handball-Erstligisten abzustimmen.
Dabei - so heißt es in der Presserklärung der HSG - „wurde der einstimmige Beschluss gefasst, dass sich die HSG Wetzlar Handball-Bundesliga Spielbetriebs GmbH & Co.KG mit sofortiger Wirkung von Geschäftsführer Sascha Schnobrich trennt, unter anderem, um die Handlungsfähigkeit des Vereins aufrecht erhalten zu können.“ Schnobrich war Ende 2009 von den Mittelhessen verpflichtet worden, nachdem er zuvor beim Ligarivalen TV Großwallstadt in gleicher Funktion tätig gewesen war. Aktuell war abzusehen, dass er der HSG aufgrund seiner Erkrankung auf nicht absehbare Zeit nicht zur Verfügung stehen würde. Schnobrich sei über die Entscheidung bereits informiert worden, heiß es weiter in der Presseerklärung.
Zudem sei einstimmig eine Neuaufstellung des Aufsichtsrats (zum Teil neue Personen/neue Organisation) beschlossen worden. Darüber werde der Verein die Öffentlichkeit zeitnah informieren. Eine Einladung zu einer außerordentlichen Gesellschafterversammlung soll in den kommenden Tagen versendet werden.
Bis zum Zeitpunkt, an dem die Gesellschafter der HSG Wetzlar über die Neuaufstellung des Aufsichtsrates entscheiden, wird das derzeitige Aufsichtsratsmitglied Norbert Weber (früherer Geschäftsführer von Fresenius Medical Care) die Position des Geschäftsführers bei der HSG interimsmäßig übernehmen. „Es ist für mich, als langjähriger Förderer der HSG Wetzlar, keine Frage, dass ich dem Verein in dieser Übergangszeit mit meiner vollen Tatkraft zur Verfügung stehe“, wird Weber zitiert.