Dax setzt Talfahrt fort

Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Foto: Fredrik von Erichsen (Bild: dpa)

Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat seine Talfahrt fortgesetzt. Gegen Ende der ersten Handelsstunde stand der Leitindex 0,77 Prozent im Minus bei 12.212,64 Punkten.

Den Abschlag in dieser Woche weitete er damit auf gut 2 Prozent aus. Der MDax der mittelgroßen deutschen Werte büßte 1,06 Prozent auf 25.370,19 Punkte ein. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx fiel um 0,75 Prozent auf 3505,49 Zähler.

Das zentrale Thema am Morgen war das von den US-Demokraten eingeleitete Amtsenthebungsverfahren gegen den US-Präsidenten Donald Trump. Dieses hatte am Vorabend in New York dafür gesorgt, dass die Stimmung ins Negative kippte. Der Dax und seine europäischen Indexkollegen folgten dem nun am Mittwoch nach unten.

Auf Unternehmensseite waren die Blicke auf die nächste Prognosesenkung eines deutschen Unternehmens gerichtet.

Weil Pfeiffer Vacuum noch pessimistischer auf das laufende Jahr blickt, rauschten die Aktien um 14 Prozent in die Tiefe. Mitte Juli war der Vakuumpumpenspezialist schon einmal beim Umsatzziel zurückgerudert.

Im Dax zeigte sich die Mollstimmung unter den Anlegern besonders stark bei Wirecard. Nachdem die UBS ihre Kaufempfehlung für die Aktien des Zahlungsdienstleisters aufgab, sackten sie unter den größten Indexverlierern um 2,3 Prozent ab.

Adidas entwickelten sich im Mittelfeld des Dax mit einem Abschlag von 0,5 Prozent recht unauffällig, während es für den Konkurrenten Puma im MDax um 2,7 Prozent bergab ging. Kursmäßig erwies es sich somit als kontraproduktiv für die beiden Papiere, dass der US-Konkurrent Nike den Markt mit seinen jüngsten Geschäftszahlen überzeugte.

Bei Thyssenkrupp entschieden sich die Anleger mit einem Abschlag von knapp 2 Prozent für neuerliche Verluste. Bei dem Industriekonzern sorgt es für Unsicherheit, dass Vorstandschef Guido Kerkhoff nach dem Willen maßgeblicher Aufsichtsräte schon wieder gehen soll.

Schlagzeilen machte derweil auch ein Börsengang: Die Aktie von Teamviewer, einem Hersteller von Software zur Computer-Fernwartung und Videokonferenzen, legten einen durchwachsenen Start hin. Zuerst noch solide beim Ausgabepreis von 26,25 Euro gestartet, gerieten sie schnell unter Druck. Zuletzt wurden sie knapp 3 Prozent schwächer bei 25,50 Euro gehandelt.

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