„Made-Festival“ in Darmstadt

Das „Made-Festival“ mit ausgezeichneten Produktionen der freien Szene gastiert vom 5. bis 7. Juni in Darmstadt.

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DARMSTADT. (job). Die Festival-Termine in Marburg, Fulda und Kassel mussten ausfallen. Jetzt wagt das „Made-Festival“ einen Neuanfang in Darmstadt: Das Theater Mollerhaus und das Staatstheater sind von 5. bis 7. Juni Gastgeber für ausgezeichnete Produktionen der freien Theaterszene in Hessen. „MADE“ ist eine Veranstaltungsreihe von „Laprof“, dem Landesverband der professionellen freien Künste. In diesem Jahr steht sie unter dem Motto „100 Prozent Ergreifen“.

In Darmstadt beginnt das Programm am Freitag, 5. Juni, mit einer Inszenierung im öffentlichen Stadtraum: Um 16, 18 und 20 Uhr startet die Gruppe „Mobile Albania“ ihre Aktion „Der Apparat“: Auf Hochstühlen sitzen Menschen hunderte Meter voneinander entfernt – damit ihre Kommunikation gelingt, bringen Laufburschen die Botschaften von einem Posten zum anderen. Wie das funktioniert, lässt sich entlang der Wilhelminenstraße auch am Samstag, 6. Juni, ab 12, 14, 16 und 18 Uhr erleben.

Am Freitag um 19 Uhr wird das Festival mit Worten des Schirmherrn Helmut Müller und einem „Ballonakt“ eröffnet, ab 20 Uhr zeigt im Theater Mollerhaus Cornelia Niemann aus Frankfurt ihr Dokumentartheater „Möchten Sie Ihren Vater wirklich in den Papierkorb verschieben?“ Die Spurensuche in der Familien-Vergangenheit wird am Samstag, 6. Juni, ebenfalls um 20 Uhr wiederholt, jeweils im Anschluss gibt es Gelegenheit zum Gespräch.

In den Kammerspielen des Staatstheaters ist am 6. und 7. Juni, Beginn jeweils 18.30 Uhr, die zweite Folge von „Rot oder tot“ zu sehen, eine sozialistische Romeo-und-Julia-Geschichte aus der DDR der sechziger Jahre. Das Theater-Serienformat wurde vom Kollektiv „Eleganz aus Reflex“ entwickelt, in Frankfurt hatte 2019 die fünfte und letzte Episode Premiere. Für den Abschluss des Festival-Samstags wird eine „kontaktlos digitale Party“ versprochen, bei der das Publikum zuhause nach der Musik eines DJ tanzen soll.

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