Winterspecial der „Rosenheim-Cops im ZDF

Kommissar Hofer (Joseph Hannesschläger, links) befragt Dreyers Ex-Kompagnon Dr. Gerhard Paulsen (Simon Licht). Foto: ZDF/Bojan Ritan

In der Folge „Schussfahrt in den Tod“ am 19. Februar ermittelt Joseph Hannesschläger zum letzten Mal als Kommissar Korbinian Hofer. Der Schauspieler starb am 20. Januar.

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. Es ist das traurige Wiedersehen mit einem Publikumsliebling: Joseph Hannesschläger ermittelt in dem Serienspecial „Die Rosenheim-Cops – Schussfahrt in den Tod“ (19. Februar) zum letzten Mal als gemütvoller Kommissar Korbinian Hofer. Der Schauspieler, der mit der ZDF-Serie zum Star wurde, starb am 20. Januar im Alter von 57 Jahren an Krebs. Wegen seiner Krankheit war Hannesschläger zuletzt immer seltener in den oberbayerischen Schmunzelkrimis aufgetaucht, und auch in dem voriges Jahr gedrehten 90-minütigen Spielfilm tritt er deutlich kürzer: Hofer ermittelt nicht am Tatort, sondern wälzt die meiste Zeit auf dem Revier Akten.

Erschossen im Sessellift

Das vierte Special der populären „Rosenheim-Cops“ spielt im tiefen Winter in den Bergen. In der Talstation eines örtlichen Skigebiets sitzt der renommierte Orthopäde Hans Dreyer erschossen im Sessellift. Mit ihrem zum Kult gewordenen Satz „Es gabat a Leich!“ gibt die quirlige Polizeisekretärin Miriam Stockl (Marisa Burger) den Startschuss für die Ermittlungen: Die Kommissare Sven Hansen (Igor Jeftic) und Anton Stadler (Dieter Fischer) begeben sich samt dem übereifrigen Polizisten Michi Mohr (Max Müller) mitten hinein in den Skizirkus, wo sie zwischen Pisten, Skilehrern und Hüttengaudi schnell herausfinden, dass sich Orthopäde Dreyer zu Lebzeiten viele Feinde gemacht hatte.

Weil Hansen erst mit dem Dienstwagen in einer Schneewehe steckenbleibt und am nächsten Tag eine Lawine die Straße blockiert, sitzen die zwei Kommissare in dem Skigebiet fest. Korbinian Hofer, der sich auf dem Revier mit liegengebliebenem Papierkram befassen muss, greift ihnen unter die Arme: Er sucht die Praxis auf, in der das Mordopfer früher gearbeitet hat, und fühlt Dreyers Ex-Kompagnon Gerhard Paulsen (Simon Licht) auf den Zahn. Nach Feierabend entspannt sich Hofer auf dem heimischen Bauernhof bei einer deftigen Jause, und in seiner letzten Szene verlässt er das Revier, um sich in der Konditorei gegenüber einen Apfelkuchen mit Sahne zu kaufen.

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Die „Rosenheim-Cops“ starteten 2002 und werden nach Angaben des ZDF regelmäßig von beinahe fünf Millionen Zuschauern gesehen, insgesamt gab es bislang rund 450 Episoden. Der Münchner Volksschauspieler Joseph Hannesschläger war für viele Fans das zentrale Gesicht der Serie, er gehörte zu den ganz wenigen Darstellern, die seit der ersten Folge dabei waren. Die Krebserkrankung, an der er seit längerem litt und wegen der er bei der Serie aussteigen musste, wurde im Oktober 2019 bekannt, das Winterspecial wurde Anfang 2019 gedreht. Es ist der letzte Mal, dass Hannesschläger als Kommissar ermittelt – am 17. März gibt es in den „Rosenheim-Cops“ aber noch ein allerletztes kurzes Wiedersehen mit dem Urgestein: Korbinian Hofer begegnet vor dem Polizeirevier zwei Kollegen. Mit der Begründung, er müsse als Leiter einer Fortbildung nach Husum fahren, verabschiedet er sich – von den Kollegen, von der Serie und vom Publikum.