In Kreuznach gut auf Corona-Patienten vorbereitet

aus Coronavirus-Pandemie

Thema folgen

Das Diakonie-Krankenhaus hat seine Beatmungskapazitäten auf 22 Geräte mehr als verdoppelt. Es stehen auf Normalstation außerdem 74 Betten für Corona-Patienten zur Verfügung.

Anzeige

BAD KREUZNACH. (red). Das Diakonie-Krankenhaus, mit 501 Betten größtes Krankenhaus des Kreises Bad Kreuznach, hat seine Beatmungskapazitäten mehr als verdoppelt: Am Standort Bad Kreuznach verfügt das Krankenhaus jetzt über 18 Beatmungsplätze. Am Standort Kirn wurden die bisher zwei Beatmungsplätze auf vier aufgestockt; in Summe stehen also 22 Beatmungsplätze zur Verfügung, bisher gab es zehn.

Das Land Rheinland-Pfalz hat angekündigt, den Kliniken weitere Beatmungsgeräte zur Verfügung zu stellen. „Man hofft, die Anzahl der Beatmungsplätze um fünfzig Prozent anheben zu können – im Diakonie-Krankenhaus haben wir dieses ambitionierte Ziel mehr als erreicht“, freuen sich Krankenhausdirektor Manuel Seidel und der Ärztliche Direktor Christoph von Buch. Sie verbinden dies mit einem dicken Dankeschön an ein engagiertes Krisenteam, das täglich darauf hinarbeitet, sich auf einen möglichen Anstieg von Covid-19-Patienten mit schwerem Krankheitsverlauf bestmöglich vorzubereiten.

„Wir wünschen uns, dass wir die Beatmungskapazitäten nicht benötigen, aber wir sind damit gut aufgestellt, auch kritische Fälle zu versorgen“, sagen die medizinischen Leiter des Krisenstabes, Dr. Gerd Engers und Dr. Mathias Elsner. „Das liegt nicht nur daran, dass die Gerätezahl so deutlich aufgestockt werden konnte. Wir haben auch das Fachpersonal, um diese Geräte zu bedienen“, sagt Engers, Chefarzt der Abteilung Anästhesie und Intensivmedizin. Dr. Mathias Elsner, Chefarzt der Inneren Medizin, betont: „Ich bin beeindruckt, welcher Schulterschluss zwischen den Standorten und über Fachabteilungsgrenzen und Berufsgruppen hinweg die Zusammenarbeit in dieser Ausnahmesituation prägt.“

Die Diakonie ist aber auch im Normalbereich auf die möglicherweise anstehenden Patienten vorbereitet. Für die weniger schweren, aber stationär behandlungsbedürftigen Fälle stehen in Bad Kreuznach 51 Betten zur Verfügung. Die Patienten können dort einzeln isoliert behandelt werden. Hinzu kommen 23 Betten für Covid-19-Patienten am Standort Kirn – zusammen also 74 Betten.

Anzeige

Planbare Operationen wurden auf ein medizinisch notwendiges Minimum reduziert und Ärzte interdisziplinär geschult, damit sie die Kollegen der Intensivabteilung und der Inneren Abteilung unterstützen können. „Das Gute einer solchen Krise ist, dass sie zusammenschweißt. Das gilt für die Belegschaften des Diakonie Krankenhauses in Bad Kreuznach und Kirn und darüber hinaus“, so Krankenhausdirektor Manuel Seidel.

Der Kontakt mit dem koordinierenden Maximalversorger, der Universitätsmedizin Mainz, mit der das Diakonie -Krankenhaus sich unter anderem hinsichtlich vorhandener Behandlungskapazitäten abstimmt, funktioniert reibungslos. Ebenfalls befindet sich das Krankenhaus im permanenten Austausch mit dem Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Ernst-Dieter Lichtenberg, und der Landrätin Bettina Dickes.

In Hygienefragen arbeitet man seit vielen Jahren vertrauensvoll mit der Universitätsmedizin Mainz zusammen, was sich gerade jetzt bewährt, wo zahlreiche Hygienemaßnahmen über das normale Maß hinaus abgestimmt und mit den externen Hygieneexperten der Unimedizin umgesetzt werden müssen.