Exklusiv aus der Redaktion: Spannende Themen aus Hessen

Neues aus Hessen.

Der Ruf nach Konsequenzen nach den Silvester-Ausschreitungen, die Unzufriedenheit an Weihnachten und das Ziel, weniger Müll zu produzieren – das ist heute wichtig.

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Hessen. Weihnachten und Silvester sind vorbei. Noch stehen zwar die meisten Weihnachtsbäume, aber es geht auch schon ans Aufräumen nach den Feiertagen. Same procedure as every year... Dazwischen sollte aber Zeit bleiben zum Innehalten und für die Themen des Tages.

TOP 3 DES TAGES 

Die Frage nach den Tätern

Polizeibeamte hinter explodierendem Feuerwerk in Berlin. Nach Angriffen auf Einsatzkräfte hat die Diskussion um Konsequenzen begonnen.
Polizeibeamte hinter explodierendem Feuerwerk in Berlin. Nach Angriffen auf Einsatzkräfte hat die Diskussion um Konsequenzen begonnen. (© Julius-Christian Schreiner/TNN/dpa)
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Besonders viel muss in Berlin aufgeräumt werden. Eine Welle der Gewalt in der Hauptstadt hat die unterschiedlichsten Spuren hinterlassen. Nach den Silvesterkrawallen und den Angriffen auf Feuerwehrleute und Rettungskräfte wird der Ruf nach Konsequenzen laut. Christian Matz beschäftigt sich hier mit der Frage, wer die Täter sind. Offiziell sprach die Berliner Polizei am Dienstagabend von insgesamt 145 vorläufigen Festnahmen. Es handele sich dabei meist um Männer; 18 verschiedene Nationalitäten seien erfasst worden. 45 der Verdächtigen hätten die deutsche Staatsangehörigkeit, 27 die afghanische und 21 seien Syrer. Alle Verdächtigen seien nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gekommen, weil keine Haftgründe – dazu gehören etwa Fluchtgefahr oder die Schwere der Tat – vorliegen. Der Berliner Autor und Psychologe Ahmad Mansour, ein Experte für Extremismusprävention, forderte derweil eine Debatte über Menschen, die Polizisten angreifen und Gewaltphantasien ausleben. Bei den Angreifern handele es sich „meistens um Menschen mit Migrationshintergrund“, die auf eine Art feiern wollten, in der sie „ihre Verachtung gegenüber staatlichen Strukturen zum Ausdruck bringen“. Die Ursachen dafür lägen in patriarchalischen Strukturen und der Desintegration dieser Menschen.

Keine frohen Weihnachten

Viele Deutsche sind dieses Jahr nicht so richtig in Schenklaune.
Viele Deutsche sind dieses Jahr nicht so richtig in Schenklaune. (© Karl-Josef Hildenbrand/dpa)

Ich habe mich sehr über meine Weihnachtsgeschenke gefreut – und ich hoffe, Sie auch. Wie Ralf Heidenreich berichtet, ist das aber keine Selbstverständlichkeit. Laut einer repräsentativen Umfrage sind aktuell 38 Prozent von ihren Weihnachtsgeschenken enttäuscht. 22 Prozent verschenken die Sachen einfach weiter. Jüngere Menschen sind der Umfrage zufolge dabei deutlich häufiger unzufrieden als die Älteren. Bei den 18- bis 24-Jährigen können sich nämlich beachtliche 58 Prozent nicht über ihre Geschenke freuen. Diese Zahl nimmt mit zunehmendem Alter stetig ab. Besonders unbeliebt: Süßigkeiten, Essen und Feinkostartikel. Und selbst Gutscheine kommen oft nicht gut an. Im schlimmsten Fall landen die Geschenke recht schnell im Müll.

Zu viel Müll

Schwarze und braune Mülltonnen im Lager der Abfallwirtschaft Lahn-Dill (AWLD) in Aßlar: Die Bürger zahlen für die Entsorgung von Restmüll (schwarze Tonne) und Biomüll (braune Tonne) Müllgebühren. Wie entwickeln sich die Preise ab 2024?
Schwarze und braune Mülltonnen im Lager der Abfallwirtschaft Lahn-Dill (AWLD) in Aßlar: Die Bürger zahlen für die Entsorgung von Restmüll (schwarze Tonne) und Biomüll (braune Tonne) Müllgebühren. Wie entwickeln sich die Preise ab 2024? (© Lahn-Dill-Kreis)
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Hessenweit gehören noch immer die Menschen im Lahn-Dill-Kreis zu den größten Müllverursachern, wie die Daten des hessischen Umweltministeriums zeigen. Jeder Einwohner an Lahn und Dill verursacht jährlich im Schnitt 496 Kilogramm Müll. Davon landen pro Person 205 Kilo in der schwarzen Restmüll-Tonne – so viel wie in keinem anderen Landkreis, berichtet mein Kollege Jörgen Linker. Ziel ist es indes schon seit längerer Zeit, dass die Menschen im Lahn-Dill-Kreis weniger Müll produzieren sollen. Darum ist die Höhe der Müllgebühr Im LDK auch davon abhängig, wie häufig die schwarze Restmülltonne geleert wird. Dennoch hat sich die Müllmenge kaum verringert. Nach wie vor ist der Lahn-Dill-Kreis hessenweiter Spitzenreiter unter den Landkreisen. Nur die Einwohner der beiden Großstädte Frankfurt (211 Kilo) und Wiesbaden (226 Kilo) verursachen noch mehr Restmüll.

ZU GUTER LETZT

In diesen Tagen verbringen viele die Zeit gerne vor dem Fernseher. Wintersportereignisse werden ebenso verfolgt wie Filme und Shows. Was das Fernsehjahr sonst noch so zu bieten hat, lesen Sie hier.

Als größtes Highlight im fiktionalen Bereich preist das ZDF schon jetzt die Verfilmung von Frank Schätzings Erfolgsroman „Der Schwarm“ an, die im Frühjahr als achtteilige Thriller-Serie kommen soll. Außerdem gibt es wieder „Wetten, dass...?“ und die 1000. Folge von „In aller Freundschaft“. Schon am 8. Januar feiert die deutsche Sesamstraße ihren 50. Geburtstag. Am 14. Januar startet die letzte Staffel von DSDS – jetzt noch mal mit Dieter Bohlen. Und schon am Tag zuvor geht es wieder ins Dschungelcamp in Australien. Mit dabei ist da auch Markus Mörl aus Bad Camberg, der in den 1980er Jahren mit dem Hit „Ich will Spaß“ bekannt wurde. Im Gespräch verrät der 63-jährige „Neue Deutsche Welle“-Star, warum er beim „Dschungelcamp 2023“ zugesagt hat und was er sich von der Show-Teilnahme erwartet.

Exklusiv aus der Redaktion „Hessen am Mittag”

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