Letzter Tag für Dillenburger Geburtshilfestation

Letzter Tag für Dillenburger Geburtshilfestation

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Dillenburg (dpa/lhe) - . In der Geburtshilfestation der Dill-Kliniken im mittelhessischen Dillenburg gehen endgültig die Lichter aus. Wie bereits angekündigt schließt die Abteilung zum 31. Dezember dieses Jahres. Die letzte reguläre Geburt fand am 27. Dezember statt, wie eine Sprecherin mitteilte. Notfälle würden noch bis zum letzten Tag behandelt. Das Krankenhaus hatte in den vergangenen Monaten nach eigenen Angaben vergeblich versucht, drei leitende Mediziner für die Abteilung zu finden, damit diese nicht geschlossen werden muss.

„Wir bedauern sehr, dass die Geburtshilfe aufgrund fehlender personeller Kapazitäten nicht weiterbetrieben werden kann“, erklärte Tobias Gottschalk, der Sprecher der Geschäftsführung der Lahn-Dill-Kliniken, einer Mitteilung zufolge. Alle Bemühungen, die fehlenden Stellen zu besetzen, hätten nicht zum Erfolg geführt.

Werdende Mütter der Region haben es nun deutlich weiter bis zur nächsten Klinik mit Kreißsaal und müssen bis nach Siegen, Wetzlar, Gießen oder Marburg fahren.

Die Schließungspläne hatten in den vergangenen Wochen und Monaten für Kritik und Proteste gesorgt. Die Linke-Fraktion im hessischen Landtag etwa sieht mit dem Wegfall der Station die Versorgungssicherheit gefährdet. Dem Sozialministerium zufolge ist die Versorgung der Schwangeren in der Region gesichert.

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In Hessen machten in den vergangenen 10 Jahren 13 Geburtshilfestationen von Krankenhäusern aus Personalmangel oder Kostengründen dicht. Nach jüngsten Angaben des Landes gibt es derzeit rund 40 Kliniken mit Geburtshilfeabteilungen.