Stellwerk: Bauarbeiten mit Folgen für Bahnverkehr

Stellwerk: Bauarbeiten mit Folgen für Bahnverkehr

Anzeige

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - . Bahnreisende auf der Strecke Frankfurt - Mannheim müssen sich in den kommenden Wochen auf Verzögerungen und Umleitungen einstellen. Grund dafür ist die am 6. Januar beginnende neue Bauphase des elektronischen Stellwerks, das auf der Strecke Mannheim - Frankfurt künftig die Weichen und Signale stellen wird, wie eine Bahnsprecherin am Montag mitteilte. Die Arbeiten sollen bis zum 10. Februar dauern. Um die Auswirkungen für die Fahrgäste so gering wie möglich zu halten, soll vor allem in den Nachtstunden gearbeitet und viele Einzelprojekte gebündelt werden.

In dieser Zeit sind die IC und ICE bis zu 30 Minuten länger unterwegs, da sie über alternative Routen geleitet werden, hieß es. Dabei könnten nicht alle Züge in Mannheim, Frankfurt Flughafen und Frankfurt Hauptbahnhof halten. Im Nah- und S-Bahnverkehr kommt es zu Fahrplanänderungen auf der Linie S7 der S-Bahn Rhein-Main, der S8/S9 der S-Bahn Rhein-Neckar sowie beim RE 70 Frankfurt - Mannheim. Nachts kommt es zu Zugausfällen der Regionalzüge, die Bahn organisiert Ersatzverkehr mit Bussen. Reisende sollten sich vor Fahrtantritt über ihre Verbindungen informieren.

Im Fernverkehr werden den Angaben zufolge die ICE der Linie Hamburg - Hannover - Frankfurt - Karlsruhe umgeleitet und halten statt in Frankfurt Hauptbahnhof in Frankfurt Süd. Auf der ICE-Linie zwischen Hamburg und Stuttgart wiederum können die Züge aufgrund der Alternativrouten nicht am Bahnhof Frankfurt Flughafen halten.

Betroffen ist zudem der internationale Bahnverkehr nach Frankreich und Italien: Auf der Strecke Frankfurt - Saarbrücken - Paris werden die Züge mit einer Fahrzeitverlängerung von rund 20 Minuten zwischen Frankfurt und Mannheim umgeleitet. Die über Straßburg fahrenden Züge halten nicht in Mannheim, während zwei Verbindungen in Mannheim beginnen oder enden und der Halt in Frankfurt entfällt. Die ECE der Linie Frankfurt - Basel - Mailand halten nicht in Mannheim. Statt dessen starte der ECE rund 20 Minuten früher in Frankfurt, um ab Karlsruhe regulär weiter nach Italien zu fahren, hieß es.