Gegen Kindesmissbrauch: 49 Wohnungen in Hessen durchsucht

Ein Polizeifahrzeug.  Symbolfoto: dpa

Die hessische Polizei hat im Kampf gegen Kindesmissbrauch 49 Wohnungen durchsucht und fünf Personen vernommen. Die Beschuldigten stehen offenbar untereinander nicht in Kontakt.

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WIESBADEN. Im Kampf gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen hat die hessische Polizei in dieser Woche seit Montag, 12. Juli, 49 Wohnungen durchsucht, fünf Personen vernommen und mehr als 1000 Speichermedien sichergestellt. Unter den insgesamt 51 Beschuldigten befindet sich ein 47-jähriger Mann aus Kassel, gegen den wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch einer 13-Jährigen ermittelt wird. Die Mutter des Kindes hatte Anzeige bei der Polizei erstattet, weil ein Unbekannter via Instagram Anfang des Jahres Kontakt zu ihrer Tochter aufgenommen hatte. Seit April dieses Jahres schildert er ihr dort seine sexuellen Fantasien und teilte ihr später auch mit, diese mit ihr ausleben zu wollen.

Kontakt zu zahlreichen Kindern über Instagram

Dem Instagram-Account kann nach Polizeiangaben eine große Anzahl von Kontakten zugeordnet werden, darunter zahlreiche Kinder und Jugendliche im Alter von 11 bis 16 Jahren aus dem Raum Kassel. Einsatzkräfte der Polizei durchsuchten am Mittwochmorgen die Wohnung des 47-Jährigen. Die weiteren Ermittlungen werden zeigen, ob er über den Instagram-Account an die 13-Jährige und gegebenenfalls auch an weitere Kinder sexualisierte Nachrichten geschrieben hat.

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Den insgesamt 51 Beschuldigten im Alter von 16 bis 76 Jahren, darunter drei Frauen, werden Herstellung, Besitz, Verbreitung von Kinderpornografie oder sexueller Missbrauch von Kindern zur Last gelegt. Die Beschuldigten stehen nach jetzigen Erkenntnissen untereinander nicht in Kontakt. Fünf von ihnen mussten im Anschluss an die Durchsuchungen zur weiteren Vernehmung mit auf die Polizeidienststelle.