"Deutliches Signal"

Symbolfoto: dpa

Landeswohlfahrtsverband und Vogelsbergkreis verständigen sich auf enge Zusammenarbeit bei Eingliederung behinderter Menschen.

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VOGELSBERGKREIS. Der Landeswohlfahrtsverband Hessen (LWV) und der Vogelsbergkreis haben sich auf eine enge Zusammenarbeit bei der Eingliederung behinderter Menschen verständigt. Ihnen soll eine selbstbestimmte und selbstständige Teilhabe am gesellschaftlichen Leben im Landkreis ermöglicht werden. Dazu haben Landrat Manfred Görig (SPD), Erster Kreisbeigeordneter Jens Mischak (CDU) und der Erste Beigeordnete des LWV, Dr. Andreas Jürgens, nun im Landratsamt einen Kooperationsvertrag unterzeichnet, berichtet der Landeswohlfahrtsverband in einer Pressemitteilung.

In dem Vertrag erklären sie, gemeinsam inklusive Sozialräume und Lebensverhältnisse im Landkreis zu fördern und zu stärken. Um den Menschen mit Behinderung die größtmögliche Teilhabe zu ermöglichen, wollen die Vertragspartner sich bei der Umsetzung ihrer Aufgaben der Eingliederungshilfe mit den anderen abstimmen und - wo möglich - vernetzen. "Mit diesem Vertrag wollen wir die Zusammenarbeit zwischen örtlichem und überörtlichem Träger der Eingliederungshilfe möglichst verbindlich und transparent regeln", sagte Jürgens. "Je koordinierter unsere Zusammenarbeit gelingt, umso mehr profitieren die Menschen."

In der Kooperationsvereinbarung werden neben Zielen für die Region vor allem Regelungen zur Planung und Qualitätssicherung benannt. Zum Beispiel sollen Konzepte und neue Entwicklungen gemeinsam bewertet und statistische Daten ausgetauscht werden.

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Landrat Görig sprach bei der Unterzeichnung der Vereinbarung von einem "deutlichen Signal" vor dem Hintergrund des Bundesteilhabegesetzes. Denn: Nicht nur LWV und Kreis regeln als Leistungsträger ihre Zusammenarbeit, "gleichzeitig organisieren sich auch alle Leistungserbringer gemeinsam mit LWV und Kreis", so Görig.

Zu den inhaltlichen Zielen im Sinne der Inklusion nach der UN-Behindertenrechtskonvention gehört etwa, dass selbstbestimmtes Wohnen und Arbeiten gefördert werden sollen. Außerdem sollen die behinderten Menschen und ihre Wünsche berücksichtigt sowie ihr soziales Umfeld in den Blick genommen werden.