Behandlungsrekord für Klinikum Fulda

Die Zentrale Notaufnahme am Klinikum Fulda ist rund um die Uhr ein zentraler Anlaufpunkt bei medizinischen Notfällen.

47.000 Behandlungen sind 2022 in der Notaufnahme durchgeführt worden. Zur effizienteren Versorgung werden die Patienten bei der Ankunft von sogenannten Koordinatoren gesichtet.

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FULDA. Höchstzahl an Patienten sogar um fünf Prozent übertroffen - die Zentrale Notaufnahme am Klinikum Fulda ist rund um die Uhr ein zentraler Anlaufpunkt bei medizinischen Notfällen. Wie die Verantwortlichen berichten, ist die Gesamtzahl an Behandlungen im Vorjahr wieder angestiegen. Das zeigt sich ebenfalls an den Behandlungen in der Silvesternacht, bei dem unter anderem zwei Schwerstverletzte eingeliefert wurden.

Zuständig für die Leitung der Zentralen Notaufnahme am Klinikum Fulda sind Dittmar Happel und Sabrina Sauthoff. Diese arbeiten in der Notaufnahme mit einem insgesamt rund 70 Personen starken Team zusammen, darunter Ärzte, Pflegekräfte, Koordinatoren und Mitarbeitende der Administration sowie Patienten-Hol- und Bringedienste. Im vergangenen Jahr wurden rund 47.000 Patienten in der Zentralen Notaufnahme (ZNA) am Klinikum Fulda behandelt, berichten die beiden Leitungskräfte: "Das entspricht einer Steigerung von rund zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr und einer Steigerung gegenüber dem Corona-Jahr 2020 von rund 15 Prozent. Die bislang höchste Patientenzahl aus dem Jahr 2019 wurde um fünf Prozent übertroffen."

Mehr zu tun an Silvester

Mehr zu tun als in den Vorjahren hatten die Mitarbeitenden in der ZNA wieder an Silvester und Neujahr, erzählen die Verantwortlichen: "Es wurden zwei Schwerstverletzte eingeliefert, die in unmittelbarem Zusammenhang mit Alkohol und Feuerwerkskörper in der Silvesternacht standen." Die Gesamtzahl von 226 Patienten in diesem Zeitraum entspreche einem normalen Aufkommen. Dennoch lasse sich verglichen mit den Jahren vor Beginn der Corona-Pandemie eine Steigerung von drei bis fünf Prozent bei der Patientenzahl erkennen: "Gegenüber dem Corona-Jahr 2020 ist eine Steigerung von 25 Prozent festzustellen."

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Die Kosten für die ambulante Behandlung in der Notaufnahme seien für das Klinikum ein Verlustgeschäft, so Happel und Sauthoff: "Im Durchschnitt erhält eine Notaufnahme für einen ambulant behandelten Patienten, ohne vorstationäre Einweisung, etwa 30 Euro. Um eine kostendeckende Versorgung gewährleisten zu können, wäre jedoch eine Pauschale von 130 bis 150 Euro notwendig." Damit sei das Klinikum Fulda nicht allein, generell sei die Notaufnahme in Deutschland defizitär.

Sichtung der Patienten

Zur effizienteren Versorgung werden die Patienten bei der Ankunft in der ZNA von den sogenannten Koordinatoren gesichtet, erläutern die Verantwortlichen. Bei der Aufnahme werde die Behandlungsdringlichkeit festgestellt: "Patienten, die aufgrund einer geringen Behandlungsdringlichkeit nicht zwingend in der Notaufnahme weiter behandelt werden müssen, werden von den Mitarbeitenden der ZNA beraten, sich zunächst zum Beispiel beim Ärztlichen Bereitschaftsdienst (ÄBD), im Medizinischen Versorgungszentrum oder beim Hausarzt vorzustellen." Zudem bestehe die Möglichkeit, über das Service-Center der Krankenkassen einen zeitnahen Facharzttermin zu bekommen. "Durch diese Patienten, die ohne zwingenden medizinischen Handlungsbedarf in die Notaufnahme kommen, werden zusätzlich personelle Ressourcen in Anspruch genommen", stellen die beiden Leitungskräfte fest.

Versorgung gewährleistet

Von aktuell krankheitsbedingten Ausfällen durch ein erhöhtes Infektionsrisiko an Influenza- und RS-Viren bleiben auch die Mitarbeitenden in der Notaufnahme nicht verschont, geben Happel und Sauthoff an. Dies werde aber konsequent durch die Einhaltung engmaschiger Hygienemaßnahmen auf ein Mindestmaß reduziert: "Die Versorgung von Notfallpatienten ist daher zu jeder Zeit, 24 Stunden rund um die Uhr, sieben Tage in der Woche, gewährleistet." Damit es zu keiner Überlastung in der Notaufnahme komme, sei die Konzentration auf Patienten mit hoher Behandlungsdringlichkeit erforderlich: "Alle anderen Personen sollten zunächst den Hausarzt aufsuchen."