Der hessische Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) kritisiert die Rodungsarbeiten der Autobahngesellschaft Deges in der Meisebach bei Maulbach.
Die Polizei war vergangene Woche mit einem großen Aufgebot in dem Waldstück bei Maulbach präsent. Foto: Seim
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Maulbach (red). Der hessische Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) kritisiert die Rodungsarbeiten der Autobahngesellschaft Deges in der Meisebach bei Maulbach. Nach Informationen des BUND habe die Deges altes Gehölz und wertvollen Baumbestand mit der Begründung gerodet, die Hochspannungsleitungen neben der angedachten Trasse für den Ausbau des Teilabschnitts VKE 40 verlegen zu müssen. Darunter seien auch prächtige alte Fichten, Buchen und eine knapp 200 Jahre alte Eiche gewesen, schreibt der BUND in einer Pressemitteilung. "Bis zur Klärung vor Gericht, wie es mit dem Ausbau der A 49 weitergeht, hätte man nichts zerstören dürfen, was mehr als 200 Jahre zum Wachsen braucht. Die Bäume wurden sinnlos geopfert", kommentiert Jörg Nitsch, BUND-Landesvorsitzender, das Vorgehen der Autobahngesellschaft.
Im November 2019 hatte der BUND Hessen Klage beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig gegen den Ausbau der A 49 im Teilabschnitt VKE 40 eingereicht, da der Ausbau bedeutende Trinkwasserschutzgebiete, Jahrhunderte alte Wälder und europäische Naturschutzgebiete gefährdet. Am 13. Mai findet der Klagetermin statt.