Café mit Kultur und Kirche

Pastor Hyuk Rhee (Zweiter von links) und Pastor Mun Gwaun Eun (rechts) mit ehrenamtlichen Helfern laden zur Eröffnung des Cafés ein. Foto: Schäfer

Am kommenden Dienstag, 12. Oktober, öffnet um 10 Uhr im Landsknechtsweg 7 in Lauterbach im bereits bestehenden Kulturzentrum "Mosaik" auch ein Café. Betrieben wird es von der...

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LAUTERBACH. Am kommenden Dienstag, 12. Oktober, öffnet um 10 Uhr im Landsknechtsweg 7 in Lauterbach im bereits bestehenden Kulturzentrum "Mosaik" auch ein Café. Betrieben wird es von der Evangeliums-Gemeinschaft Herbstein, die in den Räumlichkeiten ab November auch sonntags ihre Gottesdienste abhalten wird.

Wie die beiden, aus Korea stammenden, Pastoren der Evangeliums-Gemeinschaft, Hyuk Rhee und Mun Gwaun Eun, im Gespräch mit unserer Zeitung erläuterten, habe die Gemeinschaft seit dem Jahr 2009 in der Lanzenhainer Straße in Herbstein ihren Sitz. Vor sechs Jahren richtete sie in einem ehemaligen Modegeschäft im Landsknechtsweg in Lauterbach das "Kulturzentrum Mosaik" ein. Das wurde ein Ort für kulturelle Veranstaltungen wie beispielsweise Konzerte und ein Ort für soziale Begegnungen von Menschen unterschiedlicher Kulturen. Insbesondere um Flüchtlinge habe man sich intensiv gekümmert, zum Beispiel, indem den Flüchtlingskindern Nachhilfeunterricht gegeben wurde.

In dem freundlich eingerichteten Café findet sich ein neuer Thekenbereich. Neben Kaffee, Smoothies und anderen nichtalkoholischen Getränken werden dort auf frische Waffeln mit den unterschiedlichsten Aufstrichen angeboten. Das Café wird montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr geöffnet haben. Es wird von den beiden Pastoren, ihren Ehefrauen und einigen ehrenamtlichen Helfern betrieben.

Die Gottesdienste, die bisher in den Räumlichkeiten in Herbstein abgehalten, werden ab November sonntags ab 10.45 Uhr ebenfalls in dem neuen Café abgehalten. Die würden im Durchschnitt von 25 Mitgliedern der Evangeliums-Gemeinschaft besucht. Sie werden in Deutsch gehalten und auch in die koreanische Sprache übersetzt. Zu den Mitgliedern der Gemeinschaft gehören nach Auskunft der beiden Pastoren nicht nur Koreaner, sondern auch Menschen anderer Abstammung, die überwiegend in Lauterbach und Alsfeld wohnen. Darunter befinden sich auch Christen, die aus moslemischen Ländern wie Iran oder Afghanistan geflüchtet sind.

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Ein Kreuz oder andere christliche Symbole, die auf ein Gotteshaus hindeuten würden, wird man in dem Café übrigens vergeblich suchen. "Unser Ziel ist es nicht, zu missionieren, sondern Gottes Liebe durch Taten zu zeigen", erklärte dazu Pastor Hyuk Rhee. Und der Gottesdienst werde zu einem großen Teil aus gemeinsamem Gesang und Lobpreis bestehen. Das Café verfolge auch weiterhin kulturelle und soziale Ziele. Dort werde auch die Hausaufgabenhilfe für Flüchtlingskinder stattfinden. Angedacht seien auch Kurse und Workshops, zum Beispiel ein Kurs "Koreanisch Kochen".