„Energiespartag“ im Lauterbacher Modehaus

Jens Otto Kimpel., Inhaber des Lauterbacher Modehauses..

Bis Ende Februar bleiben montags drei Ladengeschäfte des Sport- und Modehauses „Kimpel” am Eisenbacher Tor und in der Kanalstraße geschlossen.

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Lauterbach. Das Lauterbacher Modehaus Kimpel ruft den „Energiespartag“ aus: Ab der kommenden Woche werden die drei Standorte „Kimpel Mode & Sport”, der „Cecil Store“ und „Kimpel Heim & Bett“ wegen der explodierenden Energiekosten jeweils montags geschlossen bleiben. Bis Ende Februar soll diese Regelung gelten.

„Diese Entscheidung haben wir uns lange reiflich überlegt. Sie ist uns nicht leicht gefallen“, sagt Modehaus-Chef Jens Otto Kimpel. Aber angesichts der sich vervierfachten Gaskosten und der zu beheizenden Fläche von insgesamt rund 2500 Quadratmetern, habe er sich zu diesem Schritt entschlossen.

Montag und Mittwoch seien als „Energiespartag“ infrage gekommen, Tage, an denen auch andere Einrichtungen komplett oder teilweise geschlossen seien. Montags etwa die Friseurläden oder mittwochnachmittags Arztpraxen und Optikerläden. „Wir haben uns letztendlich für den Montag entschieden, da unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihren freien Tag dann montags nehmen können und somit auch ein längeres Wochenende haben, wenn sie bis Samstagnachmittag arbeiten. Und wir können die Heizung von Samstagnachmittag bis Dienstagmorgen herunterfahren“, begründet Jens Otto Kimpel.

Eine große Rolle habe bei der Entscheidung auch die Verantwortung für die Belegschaft gespielt, für die man Kurzarbeit habe vermeiden wollen und mit der er sich bezüglich der Regelung im Vorfeld abgestimmt habe. 50 Mitarbeiter, darunter zwei Auszubildende, beschäftigt er im Familienunternehmen, das er zusammen mit seiner Frau Heike lenkt. „Drei neue Auszubildende werden ab Sommer zum Team hinzukommen“, freut sich der Firmenchef.

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Auf 20 Grad sei die Temperatur an den Standorten aktuell von zuvor 21 Grad gedrosselt. „Niedriger kann und will ich die Temperatur nicht einstellen, da ich das weder den Mitarbeitern noch den Kunden zumuten kann“, sagt Kimpel. Und sie in Winterjacken arbeiten zu lassen, wie es ein Kollege von ihm mit seiner Belegschaft praktiziere, davon halte er nichts. „Es muss für sie möglich sein, die Arbeit unter normalen Bedingungen zu erledigen“, sagt Kimpel.

Diese Entscheidung haben wir uns lange reiflich überlegt. Sie ist uns nicht leicht gefallen. Aber angesichts der sich vervierfachten Gaskosten und der zu beheizenden Fläche von insgesamt rund 2500 Quadratmetern, haben wir uns zu diesem Schritt entschlossen.

JO
Jens Otto Kimpel

Vieles habe er bereits getan, um Energie zu sparen, erzählt der 55-jährige Unternehmer. Die Heizung sei saniert worden, die Verkaufsräume habe er inzwischen komplett auf LED-Beleuchtung umgerüstet. Und bereits im Frühjahr werde auf allen firmeneigenen Gebäuden eine Photovoltaikanlage errichtet, um selber Strom zu produzieren.

Wie sich der montägliche „Energiespartag“ auswirken wird, werde man beobachten, kündigt Jens Otto Kimpel an und hofft auf Verständnis bei den Kundinnen und Kunden. Er selber werde selbstverständlich montags weiterhin im Unternehmen sein und sei bei Bedarf erreichbar.

Mit Schildern an den Eingängen der drei Geschäfte werden die Kundinnen und Kunden auf den „Energiespartag“ und die veränderten Öffnungszeiten bereits seit dieser Woche hingewiesen.

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