Immer in Bewegung in Lauterbach

Die Klasse 8e toppte einen Weltrekord. Foto: Kerstin Musche

Die Alexander-von-Humboldt-Schule in Lauterbach ermöglicht weiterhin sportliche Angebote.

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LAUTERBACH. (red). Das gab es noch nie in der langen Geschichte von „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“: Mehr als 235 000 Schülerinnen und Schüler aus 1273 Schulen setzten vor den Herbstferien ein Zeichen für den Schulsport. Der bundesweite Aktionstag hatte das Ziel, die Bedeutung von Bewegung, Sport und Spiel im schulischen Alltag herauszustellen und zu zeigen, wie dies auch in Zeiten der Corona-Pandemie möglich ist.

Mit dabei war an diesem Tag auch die Alexander-von-Humboldt-Schule Lauterbach. Warum, erklärt Atilla Güven, Fachsprecher Sport: „Die Corona-Pandemie hat viele Turniere vereitelt, an denen auch wir mit verschiedenen Teams in den Jahren zuvor oft sehr erfolgreich teilgenommen haben. Und natürlich hätten wir das auch in diesem Jahr gerne wieder getan.“ In den Disziplinen Leichtathletik, Tischtennis, Handball und Fußball hatten die Schülerinnen und Schüler stets gute Leistungen gezeigt. „Dass in diesem Jahr so wenig möglich war, schmerzt vor allem auch die Vereinssportler“, so eine Erfahrung Güvens. „Daher war es für uns als Fachschaft Sport eine ganz klare Sache, dass wir uns diesem Aktionstag anschließen.“

Gestaltet wurde dieser in Form einer bewegten Pause, für die Güven ein Fitness-Workout erstellt hatte, dass die Schülerinnen und Schüler der Unter- und Mittelstufe unter Anleitung der Sport-Leistungskursler absolvierten. Coronakonform fanden diese auf klasseneigenen Terrains auf dem weitläufigen Außengelände der Schule statt, und hier gab es ab kurz vor halb zehn zu fetziger Musik Hampelmänner zu sehen, Liegestütze, Dehnübungen, Kniebeuge, Minisprints und vieles andere mehr, das zeigte, wie abwechslungsreich und gutgelaunt eine Pause aussehen kann. Auch und gerade zu Coronazeiten, wie Thomas Härtel, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Schulsportstiftung unterstreicht: „Das Coronavirus wird uns alle im Alltag noch lange begleiten. Sport und Bewegung müssen jedoch nicht aus dem Schulalltag gestrichen werden. Der Aktionstag ‚Jugend trainiert – gemeinsam bewegen‘ soll zeigen, was unter Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln alles möglich ist. Dieser Aktionstag ist ein Signal für den Schulsport und Jugend trainiert für Olympia & Paralympics.“

Dem schloss sich auch Kerstin Muche an. Die Sportlehrerin und Ganztagskoordinatorin betont die Bedeutung von Sport und Bewegung auch für den Lernerfolg: „Ohne dies geht es nicht, daher haben wir an der AvH auch in diesen Zeiten stets am Schulsport festgehalten. Und da wieder im Klassenverband Unterricht stattfinden kann, wird es auch in den Wintermonaten sicher weitergehen, auch wenn wir auf Kontaktsportarten natürlich verzichten werden. Fest steht aber: Sport wird bei uns immer Teil des Unterrichts sein.“

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Und weil das so ist, hat Kerstin Muche mit ihrer Sportklasse den Aktionstag gleich doppelt genutzt: Als Staffel hat die Klasse 8e der Alexander-von-Humboldt-Schule die Weltrekordzeit der Damen über 5000 Meter (Tirunesh Dibaba, Äthiopien, 14:11,15 Minuten, 2008) geknackt. Für die 12,5 Stadionrunden benötigte sie insgesamt 14:08:56 Minuten. Gewechselt wurde alle 100 Meter. Alle Schülerinnen und Schüler der Klasse sind dabei mindestens einmal gelaufen und haben dabei ihre bestmögliche Leistung auf den jeweiligen Abschnitten erbracht. Damit haben sie im Team geschafft, was vor zwölf Jahren eine Frau alleine gelaufen ist. Und das fanden die Jugendlichen dann doch „voll krass“.