Polo rammt in Schotten Streifenwagen der Lauterbacher Polizei

Ein Streifenwagen der Lauterbacher Polizei wurde bei Verfolgung gerammt.Symbolfoto: dpa

Lollarer Fahrer und Schottener Beifahrer sind in Kontrolle geraten und flüchteten. Sie standen vermutlich unter Drogen. Der Fahrer hatte keinen Führerschein.

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LAUTERBACH/SCHOTTEN. Eine spektakuläre Verfolgungsjagd in Schotten endete mit demoliertem Streifenwagen und einem bösen Ende für einen 32-jährigen Autofahrer aus Lollar. Fahren ohne Fahrerlaubnis, ein Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz, gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr, Urkundenfälschung und Kennzeichenmissbrauch - hierfür muss sich nun der Lollarer verantworten. Gegen seinen 21-jährigen Beifahrer aus Schotten wird ein Ermittlungsverfahren wegen eines Betäubungsmittelverstoßes geführt.

Am Donnerstagabend wollte eine Streife der Polizeistation Lauterbach im Ortsbereich von Schotten einen VW-Polo einer Verkehrskontrolle unterziehen. Als der Fahrzeugführer den Streifenwagen wahrnahm, flüchtete er mit seinem Auto in Richtung Märzwiese. Dort fuhr sich das Auto auf einer Wiesenfläche fest. Bei dem Versuch, wieder frei zu kommen, rammte der Polo den Streifenwagen. Hierbei wurde ein Beamter, der gerade dabei war auszusteigen, leicht verletzt. Kurz danach blieb der Polo endgültig in der Wiese stecken. Die Beamten nahmen die drei Insassen daraufhin widerstandslos fest.

Im Rahmen der folgenden Ermittlungen stellte sich heraus, dass der Fahrer nicht im Besitz der erforderlichen Fahrerlaubnis war und vermutlich unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Außerdem fanden die Beamten bei der Durchsuchung des Mannes und seines Beifahrers weitere Betäubungsmittel. Bei der Überprüfung des Autos kam heraus: Das Fahrzeug war nicht zugelassen und falsche Kennzeichen waren montiert.

Die beiden Beschuldigten und ihr 18-jähriger Mitfahrer wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen. Am Streifenwagen entstand 2 000 Euro Sachschaden.