Prämienmarkt in Lauterbach fällt aus

In diesem Jahr werden sich auf der Bleiche keine Fahrgeschäfte drehen. Archivfoto: Sitzmann

Es sollte ein besonderer, nämlich der 250., Prämienmarkt werden. Doch das große Volksfest, das vom 6. bis 14. Juni geplant war, kann nicht stattfinden. Das ist eine Folge der...

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. LauterbachEs sollte ein besonderer, nämlich der 250., Prämienmarkt werden. Doch das große Volksfest, das vom 6. bis 14. Juni geplant war, kann nicht stattfinden. Das ist eine Folge der Corona-Pandemie und der jüngsten Beschlüsse der Bundesregierung und der Ministerpräsidenten der Länder, wonach bis 31. August in Deutschland keine Großveranstaltungen stattfinden dürfen, wozu auch solche Volksfeste zählen. "Wir müssen der Realität ins Auge blicken", sagte Lauterbachs Bürgermeister Rainer-Hans Vollmöller in einer ersten Stellungnahme. Das sei eine Vorgabe von oben. Und auch die Stadt Alsfeld ist betroffen, denn der Pfingstmarkt in der Nachbarstadt ist von dem Veranstaltungsverbot ebenso betroffen.

"Die Bundesregierung hat bestimmt, dass bis keine 31. August keine Großveranstaltungen stattfinden dürfen", sagte Vollmöller. "Wir werden das nun umsetzen." Die bereits geschlossenen Verträge, zum Beispiel mit Marktbeschickern oder Schaustellern, seien damit hinfällig. Das werde aber im Zweifel noch rechtlich zu prüfen sein. Eine spannende Frage ist für den Lauterbacher Rathauschef nun, ob ein weiteres großes Fest in Lauterbach, nämlich das Stadt- beziehungsweise Strolchenfest am 12. und 13. September, stattfinden wird. Falls die Bundesregierung und die Regierungschefs der Länder die Veranstaltungsverbote nach dem 31. August lockern sollten, wäre es der Stadt aus Vollmöllers Sicht möglich, innerhalb von zwei Wochen ein solches Fest zu organisieren.

"Die Welt hat sich verändert", das steht für Vollmöller fest. Bis zum Herbst müssten sich die Bürger auf ein eingeschränktes Leben einstellen, es werde eine andere Form des Zusammenlebens geben. "Nach der Krise wird es nicht mehr so werden, wie es jetzt ist." Heilfroh sei er, dass wenigstens die Geschäfte wieder schrittweise öffnen dürfen, zum Beispiel der Einzelhandel bis 800 Quadratmeter Verkaufsfläche. Bedauerlich sei dagegen, dass die gastronomischen Betriebe weiterhin nicht öffnen dürften.