Ungewöhnliches Duo beim Hohhauskonzert in Lauterbach

Sophia Schambeck und Sebastian Wielandt. © Tom Mesic

Musikalische Zeitreisen durch die Jahrhunderte mit dem Duo Sono Eternity.

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LAUTERBACH. Lauterbach (red). Das dritte Hohhauskonzert der Saison hat ein ungewöhnliches Duo in der Stadtkirche zu Gast. Flöte und Trommel sind unter den ältesten Instrumenten der Geschichte und seit tausenden von Jahren eng mit der Kultur des Menschen verbunden. Aber welche Melodien geisterten den Menschen von früher eigentlich im Kopf herum?

Diese Frage stellt sich das Duo Sono Eternity, ein Name, der nicht nur in die Geschichte sondern ganz offensichtlich auch in die Zukunft blicken lässt. Sophia Schambeck (Blockflöte) und Sebastian Wielandt (Schlagwerk) sind Stipendiaten des Deutschen Musikrats und kommen als Duo nach Lauterbach.

Sophia Schambeck gewann u. a. den Kulturkreis Gasteig Musikpreis, die International Recorder Competition Tel Aviv, war Preisträgerin der MOECK/SRP Competition in London und erhielt den Leonhard Ida und Wolf Gedächtnispreis der Stadt München. Mit dem auf alte Musik spezialisierten Ensemble Caladrius ist sie Gewinnerin der GöttingenHändel Competition und Teil des EU-Förderprogramms EEEMERGING+. Auch für ihre Interpretationen neuer Musik erhielt sie diverse Auszeichnungen. Derzeit arbeitet sie eng mit Komponisten zusammen, um ein zeitgenössisches Repertoire für Doppelflöte zu kreieren. Beim Deutschen Musikwettbewerb 2021 wurde sie mit einem Stipendium ausgezeichnet und in die Konzertförderung Deutscher Musikwettbewerb aufgenommen.

Sebastian Wielandt, 1994 in Karlsruhe geboren, studiert Master Schlagwerk an der Bruckner-Universität Linz bei Bogdan Bacanu, Christoph Sietzen und Leonhard Schmidinger. Er konzertierte auf den Festivals „Bruckner Fest“, „Klangwolke“, „Klassik am Dom“ mit Martin Grubinger oder beim Festival Dialoge der Stiftung Mozarteum Salzburg. Jüngst debütierte er als Mitbegründer des Ensembles „Motus Percussion“ mit der Wiener Singakademie und dem Klavierduo Ferhan & Ferzan Önder im Großen Saal des Wiener Konzerthauses. Öffentliches Aufsehen erregte Sebastian Wielandt durch ein solistisches Marathonprojekt unter Corona-Auflagen: Im Raum Stuttgart und innerhalb 2 Tagen wurden 7 Konzerte mit unterschiedlichem Programm mithilfe der IGKKM und Classicum expressartig abgehalten.

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Für das Lauterbacher Programm lädt das Duo zu musikalischen Zeitreisen ein: Ausgehend von Spielmannstänzen, die ein mittelalterlicher Marktbesucher neben den Einkäufen womöglich als Ohrwurm mit nach Hause brachte, bauen die beiden Brücken zum 21. Jahrhundert mit zwischenzeitlichen “Charts”. Dabei wird unter anderem „Flow my tears” von John Dowland, eines der bekanntesten Lieder aus dem England der Renaissance-Zeit zu hören sein, außerdem barocke Tanzsätze von Bach und Telemann sowie Ausschnitte des Frühlings von Antonio Vivaldi. Den Übergang zum 21. Jahrhundert beschließen „Commentari III” für Blockflöte und Tape, Klassiker des Schlagzeug-Repertoires wie z.B. „Cosoni” für Bodypercussion, „Temazcal” für Maracas und Tape sowie eigens für diese Besetzung frisch komponierte Werke.

Das Konzert beginnt wie stets um 19 Uhr in der Stadtkirche, Karten gibt es wie immer an den bekannten Vorverkaufsstellen sowie an der Abendkasse.