VdKlerinnen protestieren gegen Lohnungleichheit

(red). Am Samstag, 4. März, dem "Equal Pay Day", dem Internationalen Protesttag gegen Lohndiskriminierung, gehen die Frauen des VdK-Kreis- und Ortsverbands Lauterbach von 9 bis...

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LAUTERBACH. Am Samstag, 4. März, dem "Equal Pay Day", dem Internationalen Protesttag gegen Lohndiskriminierung, gehen die Frauen des VdK-Kreis- und Ortsverbands Lauterbach von 9 bis 12.30 Uhr am Berliner Platz in Lauterbach auf die Straße. Mit roten Beuteln, Luftballons, Postkarten und Plakaten werden die VdK-Frauen in Lauterbach gegen diese Benachteiligung protestieren. Sie fordern eine bessere Bezahlung und mehr Rentenpunkte für häusliche Angehörigenpflege und eine gerechtere Aufteilung der familiären Pflichten zwischen den Geschlechtern.

Hintergrund der Proteste ist, dass beim Lohn keine Gerechtigkeit herrscht, scheibt der VdK in einer Pressemitteilung. Immer noch bekämen Frauen im Schnitt 18 Prozent weniger Gehalt als Männer ausgezahlt. "Die Gründe dafür sind vielfältig", sagt Waltraud Ertl Vertreterin der Frauen im VdK-Kreis-/Ortsverband Lauterbach "Frauen arbeiten häufig in Branchen mit schlechteren Verdienstmöglichkeiten. Das sind vor allem soziale Berufe: Doch gerade diese Tätigkeiten sind für das Funktionieren unserer Gesellschaft unverzichtbar." Deshalb werden die VdK-Frauen auch in diesem Jahr am Equal Pay Day für Lohngerechtigkeit, auf die Straße gehen.

In diesem Jahr wollen die VdKlerinnen insbesondere auf die ungleiche Verteilung der Sorgearbeit zwischen den Geschlechtern hinwiesen. "An jedem Tag kümmern sich Frauen etwa anderthalb Mal so viel um Haushalt und Kindererziehung wie ihre männlichen Partner. Drei von vier Angehörigen, die ein pflegebedürftiges Familienmitglied zu Hause betreuen, sind weiblich; knapp 90 Prozent der Alleinerziehenden sind Mütter", erklärt Waltraud Ertl "Um diesen Aufgaben gerecht zu werden, arbeiten viele Frauen in Teilzeit - was gravierende finanzielle Nachteile mit sich bringt, bis zum Lebensende."