Engelrod ist stolz auf seine Wehr

Zwei Jahre in eine Sitzung gepackt: Ein Mammutprogramm absolvierte die Freiwillige Feuerwehr Engelrod bei ihrer Hauptversammlung, inklusive Ehrungen und Beförderungen.

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ENGELROD. Ein Mammutprogramm mussten die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Engelrod bei der Jahreshauptversammlung im Dorfgemeinschaftshaus abarbeiten, denn es wurden zwei Geschäftsjahre abgehandelt. Vorsitzender Tobias Greb verwies deshalb eingangs darauf, dass man mit Versammlung für das Geschäftsjahr 2019 beginnen und danach die Versammlung für das Geschäftsjahr 2020 durchführen werde.

Nach Abhandlung der Regularien wie Jahresbericht vor Verein und Einsatzabteilung sowie Kassenbericht wurden die Ehrungen und Beförderungen in einem Block vorgenommenen und es wurde mit Philipp Greb ein Nachfolger für den ausscheidenden Beisitzer Moritz Rahn gefunden.

Zusammenfassend wurde aus dem Vereinsbereich berichtet, dass der Mitgliederstand in 2019 durch den Beitritt von Sabine Kreis, Dominik Fischer, Philipp Greb, Felix Lang, Leon Merschrod, Jürgen Janik, Beate und Manfred Hock auf 186 angewachsen ist. 2020 wuchs dieser auf 191 durch die Beitritte von Lars Kewer, Eugen Bach, Karsten Liebisch, Stefan Leidorf, Moritz Baier, Florian Brähler, Maximilian Caspar, Sebastian Schaaf, Tim Volp und Jörg Lorenz. Dabei gab es auch einen Vereinsaustritt sowie einige Todesfälle.

Sechs Vorstandssitzungen gab es im Jahr 2019, immer wieder wurde die Partyausrüstung in Form von Grill, Heizstrahler Toilettenwagen anderen Vereinen zur Verfügung gestellt. Ausgerichtet wurde auch das traditionelle Skat- und Mau-Mau-Turnier mit 54 Teilnehmern. Sieger beim Preisskat wurde Daniel Träger und beim Mau-Mau-Turnier Marko Bing. Eine Vatertagswanderung wurde ebenso durchgeführt.

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Im Bereich der Aktivitäten wurden für 2020 zwei Vorstandssitzungen genannt, wobei hauptsächlich Terminverschiebung und Absagen als Themen im Raum standen.

Wehrführer Michael Merschrod erwähnte, dass im Jahr 2019 Philipp Greb, Dominik Fischer und Leon Merschrod für den aktiven Dienst gewonnen werden konnte. Die Aktiven wurden zu vier Brandeinsätzen und Hilfeleistungseinsätzen, darunter fünf Einsätze im Rahmen der Lautertalergruppe, alarmiert. Dabei wurden rund 200 Stunden Einsatzes geleistet.

Im Übungsbereich wurden sieben Geräteübungen, eine Nachtalarmübung und drei Unterrichte abgehalten. Die Kameraden des Katastrophenschutzzuges Lautertaler trafen sich zu drei Übungen. Mit rund 400 Übungsstunden einer durchschnittlichen Übungsbeteiligung von 16 Kameraden ist die Übungsbeteiligung weiterhin auf gutem Niveau. Merschrod erwähnte Lehrgangsbesuche von Pascal Fischer (Atemschutzgeräteträgerlehrgang 2, Zugführerlehrgang); Moritz Rahn (Truppmannausbildung Teil 2, Atemschutzgeräteträgerlehrgang 2); Lukas Rausch (Truppmannausbildung 2, Atemschutzgeräteträgerlehrgang 2, Technische Hilfeleistung Verkehrsunfall); Lennart Schaaf (Truppmannausbildung 2, Technische Hilfeleistung Verkehrsunfall, Maschinistenlehrgang); Daniel Volp (Truppmann Ausbildung 1, Sprechfunklehrgang, Atemschutzgeräteträgerlehrgang, Atemschutzgeräteträgerlehrgang 2); Michael Hofmann (Atemschutzgeräteträgerlehrgang), Christoph Hansel (Kopfhörerlehrgang), Jannik Stertz (Sprechfunklehrgang, Atemschutzgeräteträgerlehrgang 2).

Für das Jahr 2020 nannte Michael Merschrod drei Brand-und zwei Hilfeleistung, davon eine im Rahmen der Lautertalschleife. Bereits nach einer Unterweisung sowie zwei Übung wurde der gesamte Betrieb komplett eingestellt. Trotz der Corona Probleme absolvierte Pascal Fischer den Lehrgang GABC-Lehrgang sowie den Lehrgang "Leiter einer Feuerwehr" und Lukas Strauß einen Truppführer-Lehrgang.

"Mir liegt das Feuerwehrwesen in unserem Ortsteilwehren sehr am Herzen" erklärte der Lautertaler Bürgermeister Dieter Schäfer. In den beiden Jahren habe man wieder in die Feuerwehren investiert und die in 2018 begonnene Vereinheitlichung der Feuerwehr Einsatzkleidung weiter vorangetrieben. Auch im Bereich von Feuerwehrgerät habe es wieder zahlreiche Ergänzungen gegeben wobei die Mittel in den Haushalten weiter aufgestockt wurden. "Mit dem Grundsatzbeschluss zur Erweiterung des Feuerwehrhauses in Engelrod hat euch die Politik ein richtungsweisendes Signal zum Fortbestand des Standorts Engelrod gegeben", so der Bürgermeister. In dem dafür geschaffenen Bauausschuss mit Vertretern aus Feuerwehr Ortsbeirat ungemein Gremien habe man ein Medium geschaffen, wo konstruktiv und lösungsorientiert zusammengearbeitet werde. Gemeinsam mit dem Gemeindebrandinspektor und seinen Vertreter habe er ein Konzept für die kommenden Jahre erarbeitet, wie in den kommenden Jahren der Atemschutz kontinuierlich erneuert werden kann. Somit werde die Gemeinde auch bei den notwendigen Investitionskosten und Instandhaltungskosten nicht überfordert.

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Pascal Fischer beförderte Daniel Volp Feuerwehrmann und Moritz Rahn zum Oberfeuerwehrmann. Die Beförderung zum Hauptfeuerwehrmann konnte Christoph Hansel persönlich entgegen. Dies galt auch für Lukas Rausch, und Lennart Schaaf, die beide zum Hauptfeuerwehrmann ernannt wurden.

Nachgereicht bekam Michael Seling das Brandschutz Ehrenzeichen in Silber, für 25-jährigen aktiven Feuerwehrdienst. Bernd Kaiser war verhindert und wird die Urkunde zur Verleihung des Brandschutzehrenzeichens in Gold zu einem späteren Zeitpunkt erhalten.

Der stellvertretende Ortsvorsteher Karl-Hans Hansel freute sich über die gute Zusammenarbeit mit der Feuerwehr innerhalb der Vereinsgemeinschaft und bedankte sich für die Bereitschaft der Feuerwehrmitglieder, sich für die Allgemeinheit zu engagieren. "Macht weiter so", rief er den Anwesenden zu.