Clowns mit bunten Bällen

Wolfgang Moses und Markus Moses haben das alljährliche Osterschießen an Karfreitag vorbereitet. Foto: Jung  Foto: Jung

In blau, rot, grün oder orange leuchteten sie um die Wette. Die Rede ist von den gekochten Eiern, um die sich beim Osterschießen der Hubertus-Schützen am Karfreitag alles...

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MICHELBACH. In blau, rot, grün oder orange leuchteten sie um die Wette. Die Rede ist von den gekochten Eiern, um die sich beim Osterschießen der Hubertus-Schützen am Karfreitag alles drehte.

Schießwart Markus Moses hatte alles vorbereitet, damit die Traditionsveranstaltung wieder ein voller Erfolg wird. Gut 30 Schützen fast jeden Alters tummelten sich im Schützenstübchen, darunter viele „alte Hasen“, aber auch neue Gesichter. „Es kommen auch Leute, die sonst nicht da sind“, hat Moses festgestellt – und freut sich natürlich darüber.

Das Schießen mit dem Luftgewehr soll die Geselligkeit fördern – und zudem ist freitags ohnehin der Trainingstag der Schützen. „Schon bevor ich im Verein war, und das sind jetzt 25 Jahre, gab es das Osterschießen schon“, weiß Moses zu berichten. Er vermutet, dass es auf Albrecht Eul zurückgeht, was von seinem Bruder, dem derzeitigen Ersten Schützenmeister, Wolfgang Moses, bestätigt wird.

Die Regeln sind vergleichsweise einfach: Jeder darf mit dem Gewehr fünf Schuss auf die Spaßscheibe abgeben. Dieses Jahr hat Moses Scheiben mit einem Clown besorgt – da gilt es, die bunten Bälle, die der geschminkte Zeitgenosse jongliert, zu treffen. Dann gibt es für jeden, der teilgenommen hat, schon einmal zwei hart gekochte Eier. Rund 200 hat Wolfgang Moses besorgt.

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Bei der Auswertung geht es natürlich schon um Treffsicherheit – aber es wird keine Rangfolge bestimmt.

Im Vorjahr hatte Moses einen Osterhasen als Schießscheibe besorgt – doch es soll ja Abwechslung dabei sein. Unter viele routinierte Schützen mischen sich an diesem Abend natürlich auch jene, die sonst eher nicht das Gewehr anlegen. Wenn dann die bunten Bälle getroffen werden, ist die Freude groß. Und wer sonst mehr Treffsicherheit an den Tag legt, beim Clown aber ein eher mäßiges Ergebnis an den Tag legt, darf sich der liebevollen Frotzeleien der anderen sicher sein.

Für die Moses-Brüder ist es wichtig, dass die rund 100 Mitglieder des Vereins auch etwas Spaß haben. Deshalb halten sie die Tradition hoch und organisieren das Osterschießen gerne. Viel Vorlauf braucht es nicht – denn außer den Eiern und der Schießscheiben muss nur für Getränke gesorgt werden.

„Wir haben das ganze Dorf eingeladen“, so Wolfgang Moses weiter, „aber natürlich sind auch viele über Ostern weggefahren und kommen deshalb nicht“. Mit dem Besuch sind sie dennoch zufrieden, „obwohl wir noch Platz für weitere Teilnehmer gehabt hätten“.

Am Ende werden die letzten Ostereier ausgeschossen unter jenen, die besonders treffsicher waren. Aber alle, die teilgenommen haben, konnten sich einige Eier sichern. Viele wurden schon an Ort und Stelle verzehrt.