Hauptversammlung der Michelbacher Feuerwehr

Vorsitzender Udo Adler (links) und Wehrführer Matthias Rauer mit den geehrten Mitgliedern und beförderten Aktiven der Einsatzabteilung.  Foto: Feuerwehr Michelbach

Vorsitzender Udo Adler kritisiert Auflagen des Technischen Prüfdienstes und sieht die Stadt Schotten in der Pflicht, die Standards der Feuerwehrhäuser anzupassen.

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. Michelbach (red). Wie auch viele andere Feuerwehrhäuser der Großgemeinde Schotten habe das Feuerwehrhaus Michelbach bei der jüngsten Prüfung durch den technischen Prüfdienst und die Unfallkasse mit einigen Mängeln abgeschnitten, berichtete Udo Adler, Vorsitzender der Michelbacher Feuerwehr, den Mitgliedern im Rahmen der Hauptversammlung. Adler kritisierte die neuen Maßstäbe, die angelegt würden, ohne Zeit und Budget zu berücksichtigen, die zur Bauzeit 2001 gegeben waren: "Hier scheint vergessen worden zu sein, dass gerade im Fall des Michelbacher Gerätehauses alle Arbeiten in Eigenleistung mit minimalen Budget erbracht wurden." Obwohl damals vom Prüfdienst abgenommen, werde nun eine Situation geschaffen, die dazu führen könne, dass das in zwei Jahren notwendige neue Trägerfahrzeug aufgrund neuer Vorschriften vielleicht nicht beschafft werden könne. Als Beispiel nannte Adler die Abgas-Absauganlage, die seit drei Jahren im Budget der Stadt Schotten eingeplant, aber bisher in keinem Gerätehaus - außer dem Gefahrenabwehrzentrum in der Kernstadt - eingebaut sei. Hier und in vielen anderen Punkten sieht er die Stadt in der Verantwortung, aktuelle Standards in den Gerätehäusern herzustellen.

Im weiteren Verlauf ankte Adler den Gründungsmitgliedern der Frauenfeuerwehr: Gerlinde Adam, Elisabeth Becker, Helga Becker, Monika Becker, Hedwig Dambmann, Edith Konrad, Edith Ruckelshausen, Elfriede Schäfer, Regine Stürtz, Frieda Vierheller, Brunhilde Wahn und Liesel Zahradnik waren bei der Gründung der Frauenabteilung im Jahr 1980 dabei und wurden für ihre langjährige Teilnahme an Einsätzen und Übungen sowie ihre Unterstützung im Vereinsleben geehrt. Ebenfalls geehrt wurden Klaus Appel für 25 Jahre Mitgliedschaft sowie Irina Schulz, Jutta Vierheller, Kathleen Vierheller und Anke Vorwerk für zehn Jahre Vereinszugehörigkeit. Kathleen Vierheller und Florian Nitschke wurden in den Rang einer Feuerwehrfrau beziehungsweise eines Feuerwehrmanns befördert. Florian Nitschke wurde außerdem für die häufigste Teilnahme an den Übungen der Einsatzabteilung ausgezeichnet. Hermann Becker und Reiner Spruck sind seit 41 Jahren bei Löscheinsätzen und Hilfeleistungen genauso aktiv wie bei den Auftritten der historischen "Alten Spritze". Sie seien "unsere Feuerwehrmänner des Jahrzehnts", sagte Adler bei der Ehrung.

Wehrführer Matthias Rauer berichtete von vier Alarmierungen der Einsatzabteilung. Ein Heckenbrand entpuppte sich dabei als angemeldetes Nutzfeuer, eine weitere Alarmierung erfolgte aufgrund eines großen Lagerfeuers an der Grillhütte. Bei einem Traktor-Brand zwischen Breungeshain und Michelbach unterstützte die Michelbacher Wehr die Schottener Kameraden. Der größte Einsatz war der Brand eines Viehunterstands zwischen Schotten und Michelbach. Hier waren Strohballen mutwillig angezündet worden, wobei die Flammen auf den Unterstand übergriffen. Eine erfreuliche Meldung kam noch aus dem Bereich der Jugendarbeit: Kathleen Vierheller und Jasmin Laas werden eine Bambini-Gruppe aufbauen, um schon Kinder für die Feuerwehr zu begeistern.