Ortsbeirat Michelbach schaut sich auf der „Uss...

Der Michelbacher Ortsbeirat verschaffte sich einen Überblick vom aktuellen Stand der Baustelle des IKEK-Projektes „Uss Schauen“.  Foto: Weil  Foto: Weil

Seit knapp einem Jahr laufen die Arbeiten des IKEK-Projekts „Uss Schauen“ in Michelbach. Über 1400 Stunden haben Helfer bereits ehrenamtlich geleistet. Jetzt informierte...

Anzeige

MICHELBACH. (sw). „Es geht voran. Das Haus ist zu, Türen und Fenster sind eingesetzt“, stellte zufrieden Holger Becker fest. Michelbachs Ortsvorsteher hatte die Ortsbeiräte zur Sitzung in „Uss Schauen“, das Projekt des Dorfes im Rahmen der IKEK-Förderung, eingeladen.

Nach dem Baubeginn im vergangenen August hat das Projekt schnell Gestalt angenommen. Ende des Jahres konnte schon Richtfest gefeiert werden, für das Hauptgebäude, ein scheunenähnliches Haus mit großem nutzbaren Dachboden, und für das besonders schmucke Backhaus. Inzwischen sind die Leitungen und Rohre für den kleinen Küchentrakt und die beiden Sanitärräume im Erd- und im Obergeschoss gelegt, auch die Zuleitungen für Strom im ganzen Gebäude. Der Strom fließt allerdings noch nicht.

Der Zugang zum Haus soll barrierefrei sein. Die Damentoilette ist behindertenfreundlich eingerichtet. In den kommenden Tagen sollen auch die vorgesehenen Verputzarbeiten im Küchentrakt und den Toiletten erfolgen. Türen und Fenster haben Sicherheitsglas und sind aus Lärchen-Vollholz gefertigt, außen in grauer Basaltfarbe, im Innenbereich in Naturoptik.

Aber es bleibt noch viel zu tun. „Es könnte mit den Arbeiten schneller gehen. Leider werden wir durch Firmen manchmal ausgebremst“, wissen die beiden ehrenamtlichen Bauleiter Karl-Heinz Rack und Hermann Becker. Die Firmen hätten aktuell viele Aufträge. So warten die Michelbacher Aktiven schon seit Monaten darauf, dass Platten für die feuerfeste Verkleidung im Innenbereich angebracht werden. Auch die Zimmerleute müssen im Dachgeschoss noch eine Verstärkung der Balkenkonstruktion anbringen.

Anzeige

So sind die engagierten Helfer manchmal zum Nichtstun verurteilt. Im Gegenzug ist ab und an Eile angebracht, wenn sich eine Firma kurzfristig ankündigt und noch vorbereitende Arbeiten erledigt werden müssen. Im Haupthaus muss die Elektrik nochfertig gestellt werden, die feuerfeste Wandverkleidung und die Verputzarbeiten sind weitere Aufgaben.

Der Außenbereich ist ebenfalls noch Baustelle. Zu den vordringlichsten Aufgaben gehört hier die Dämmung und Holzverschalung der Außenfassade. Das Backhaus, das im Innern so gestaltet wird, dass bei geöffneter Eingangstür die beiden Öfen zu sehen sind, soll in den kommenden Tagen „dicht“ gemacht werden. Zum noch ausstehenden Ausmauern des Gebälks werden die Steine des alten Backhauses, das am Wochenende abgebrochen wird, aufgearbeitet und wieder verwendet.

Laut Becker waren die engagierten Helfer bis jetzt 1420 Stunden auf der Baustelle im Einsatz, davon fast 1000 Stunden schon im vergangenen Jahr. „Dabei ist die jahrelange Vorarbeit mit unzähligen Treffen und Gesprächen zur Entwicklung des Konzeptes und für die umfangreichen Planungen aber nicht eingerechnet.“