Weite Blicke vom Ulrichsteiner Wahrzeichen

Bürgermeister Edwin Schneider überzeugte sich vor Ort vom Abschluss der Sanierungsarbeiten.  Foto: Graulich

Das marode Mauerwerk der Schlossberg-Mauer ist saniert und die Ruine wieder uneingeschränkt zugänglich. Den Zuschlag erhielt die Firma Preuße & Rätsch aus Weimar, die...

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ULRICHSTEIN. "Die Sanierung des Mauerwerkausbruches an der Burgruine ist abgeschlossen. Die Burgruine ist wieder uneingeschränkt nutzbar. Das noch in Arbeit befindliche Mauerwerksgutachten für die ganze Burgruine steht kurz vor der Fertigstellung", so lautete die wichtige Mitteilung, die Bürgermeister Edwin Schneider und Manfred Hofmann, Vorsitzender des Vereins zur Erhaltung der Burgruine Schlossberg, vor einigen Tagen von Gerd Buchberger vom Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH), Niederlassung Ost in Fulda, der für die bauliche Unterhaltung der Burgruine verantwortlich ist, erhielten.

Grund der jetzt abgeschlossenen Sanierung war der Einsturz eines etwa 40 Quadratmeter großen Mauerteiles im März 2017 im nördlichen Bereich seitlich des Treppenaufgangs zum Schlossbergturm. Dadurch war der Treppenaufgang selbst stark gefährdet und wurde gesperrt, wie auch der Bereich unterhalb der Mauer. Das eingestürzte Mauerloch hatte sich dann nach und nach vergrößert und die Mauerkrone war teilweise eingestürzt.

Trotz mehrerer Nachfragen seitens der Stadt und des Vereins zur Erhaltung der Burgruine Schlossberg beim Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen wurden erst im April dieses Jahres die Ausführungsplanung und das Leistungsverzeichnis erstellt. Die Angebotsphase und die Submission erfolgten im Mai, genauso wie die Angebotsprüfung und die Erstellung des Vergabevorschlages. Den Zuschlag erhielt die Firma Preuße & Rätsch aus Weimar. Seit mehr als einer Dekade ist die Sanierung und Instandsetzung historischer Bauwerke in ganz Deutschland Kerngeschäft der Firma. Auf ihrer Referenz-Liste stehen die Fassadensanierung "Neuer Marstall" in Berlin, die Terrassen der "Walhalla" in Donaustauf, die Treppen am Denkmal Deutsches Eck in Koblenz und eine runderneuerte Mauerkrone für den Turm der Burgruine Nordeck in Oberfranken. Die Arbeiter der Firma, die in Hessens Bergstädtchen tätig waren, hatten vorher in Bad Karlshafen ein Jahr lang am Hafenbecken gearbeitet.

In diese Liste berühmter Bauwerke reihte sich nun die Burgruine Schlossberg ein. Der Beginn der Bauarbeiten erfolgte ab dem 15. Juli, und es war geplant, dass die Arbeiten bis Mitte August abgeschlossen werden sollten. Dies ließ sich jedoch nicht realisieren und erst Mitte November wurde mit dem Rückbau der Sicherungsmaßnahmen begonnen.

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Bürgermeister Edwin Schneider und Manfred Hofmann zeigten sich jetzt über die Fertigstellung hoch erfreut und warten nun auf das Ergebnis des Mauerwerksgutachtens und den eventuellen Fortgang von weiteren Sanierungsmaßnahmen. In diesem Zuge soll dann auch die Bobenhäuser Pforte mit Mitteln des Burgvereins saniert werden.

Bürgermeister Schneider informierte sich unmittelbar nach Erhalt der Informationen aus Fulda vor Ort über die abgeschlossene Sanierung und genoss die Aussicht vom Ulrichsteiner Wahrzeichen, die den unzähligen Feriengästen über 32 Monate verwehrt war.