Arbeitslosigkeit steigt mit Corona-Krise weiter an

In Rheinland-Pfalz und in Hessen ist die Zahl der Arbeitslosen im Mai weiter gestiegen.  Symbolfoto: dpa

Die Folgen der Corona-Pandemie drücken weiter auf den Arbeitsmarkt in Rheinland-Pfalz und Hessen.

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WIESBADEN / MAINZ. In der Corona-Krise ist die Zahl der Arbeitslosen in Hessen sprunghaft gestiegen. Im Mai waren 192.149 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, teilte die Regionaldirektion der Arbeitsagentur am Mittwoch in Frankfurt mit. Das waren 8,8 Prozent mehr als im April und 29 Prozent mehr als im Mai 2019. Die Arbeitslosenquote kletterte gemessen am April um 0,4 Prozentpunkte auf nun 5,6 Prozent.

Schon im April hatten die Folgen der Pandemie die Arbeitslosenzahlen in Hessen nach oben getrieben. Direktionschef Frank Martin erwartet keine schnelle Erholung: "Wir gehen davon aus, dass die Arbeitslosigkeit in den nächsten Monaten noch weiter ansteigen kann. Das Ausmaß wird in erster Linie davon abhängen, in welcher Geschwindigkeit sich die wirtschaftliche Lage wieder normalisiert."

Für den Zeitraum März bis Mai wurden bei den Agenturen für Arbeit im Land nahezu 61.000 Anzeigen für Kurzarbeit erfasst, hieß es. Betroffen seien knapp 840.000 Personen. Diese Zahl zeige das Risiko für die Folgemonate, erklärte Martin.

Zahl der Arbeitslosen steigt in Rheinland-Pfalz um 6,5 Prozent

Die Folgen der Corona-Pandemie drücken auch weiter auf den Arbeitsmarkt in Rheinland-Pfalz. Die Zahl der Arbeitslosen stieg im Mai noch einmal deutlich, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Saarbrücken mitteilte. Insgesamt waren zwischen Rhein und Mosel 125.100 Menschen arbeitslos gemeldet, das waren 7700 oder 6,5 Prozent mehr als noch im April. Im Vergleich zum Mai 2019 bedeutet die Zahl sogar ein Plus von 29.200 Arbeitslosen oder eine Zunahme von 30,4 Prozent.

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Die Arbeitslosenquote stieg im Mai binnen Monatsfrist von 5,2 auf 5,5 Prozent. Im Mai 2019 hatte sie noch bei 4,3 Prozent gelegen. Zudem haben bislang rund 40 000 Unternehmen in Rheinland-Pfalz Kurzarbeit für insgesamt 452.000 Beschäftigte angezeigt. Dabei gleicht die Arbeitslosenversicherung einen Teil des Netto-Einkommensverlustes des Arbeitnehmers aus, der durch die vom Betrieb reduzierte Arbeitszeit entsteht. Wie viel tatsächlich kurzgearbeitet wurde, steht nach Angaben der Regionaldirektion aber erst drei Monate später fest.

Von dpa