Internet aus dem All: Starlink-Ableger kommt nach Frankfurt

Elon Musk Anfang des Jahres bei einer Pressekonferenz auf dem Raumfahrtstützpunkt Cape Canaveral. Archivfoto: dpa

Der US-Unternehmer Elon Musk hat nach Medienberichten in Frankfurt einen Starlink-Ableger gegründet. Die Idee: Satelliten sollen für schnelles Internet aus dem All sorgen.

Anzeige

FRANKFURT. Technikunternehmer Elon Musk zieht es erneut nach Deutschland: Nachdem bereits in Berlin das Tesla-Werk gebaut wird, soll Frankfurt nach Informationen der „Welt am Sonntag“ nun Stützpunkt des großen Satelliten-Projektes „Starlink“ werden. Mit diesem soll aus dem All Hochgeschwindigkeitsinternet auch in die entlegensten Winkel der Erde kommen. Ein Milliardenprojekt, für das in den nächsten Jahren mehrere Tausend Satelliten ins All geschossen werden.

Aktuell sind es 900 Satelliten, die in 550 Kilometer Entfernung um die Erde kreisen. Kurz nachdem sie ausgesetzt werden, sind sie zunächst häufig als Perlenschnur am Himmel zu sehen, später löst sich diese Schnur zunehmend auf. Auf der Seite findstarlink.com gibt es Hinweise, wann man die Starlink-Satelliten gut beobachten kann. Im ersten Ausbauschritt sind knapp 1600 Satelliten von Musk am Himmel geplant, bis 2027 sollen es knapp 12.000 Satelliten werden, schließlich könnte deren Zahl auf 40.000 steigen. Dadurch ist das Starlink-Projekt das größte Satellitenprojekt eines Privatunternehmens, das es je gegeben hat. Astronomen beobachten das Projekt allerdings mit Sorge, da die Satelliten durch ihre Reflexionen den freien Blick auf den Weltraum erschweren.

Start schon im nächsten Jahr möglich

Nun soll also Frankfurt Stützpunkt von Starlink in Deutschland werden. Laut „Welt am Sonntag“ gibt es bereits einen Eintrag im Handelsregister, nach dem die „Starlink Germany GmbH“ Dienstleistungen für Internetverbindungen sowie den Verkauf oder die Vermietung des benötigten Zubehörs anbieten will. In den USA läuft bereits eine erste Testphase, für die Nutzer spezielle Antennen benötigen. Im Laufe des nächsten Jahres könnte das Projekt dann auch in Deutschland starten.

Anzeige

Die Kosten für das schnelle Internet aus dem All haben es allerdings in sich. Die Testnutzer in den USA müssen bislang für die Grundausstattung 499 Dollar zahlen, dazu kommen noch einmal 99 Dollar monatlich an Kosten dazu. Ob sich Musk damit gegen andere Internetanbieter durchsetzen kann, wird sich zeigen. Es heißt, Elon Musk wolle über das „Starlink“-Projekt am liebsten seine ambitionierten Pläne für eine Besiedlung des Mars finanzieren.