Landesgartenschau-Milch soll nach Bad Schwalbach locken

Schwälbchen-Chef Günter Berz-List (links) und Ministerpräsident Volker Bouffier präsentieren die neuen Kartons. Foto: wita/Martin Fromme  Foto: wita/Martin Fromme

„Die Milch macht’s“ lautete jahrelang ein populärer Werbespruch. Im Fall der Bad Schwalbacher Molkerei Schwälbchen soll das Hauptprodukt des Unternehmens in spezieller...

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BAD SCHWALBACH. „Die Milch macht’s“ lautete jahrelang ein populärer Werbespruch. Im Fall der Bad Schwalbacher Molkerei Schwälbchen soll das Hauptprodukt des Unternehmens in spezieller Promoverpackung dabei helfen, die am 28. April beginnende sechste hessische Landesgartenschau (LGS) in Bad Schwalbach im gesamten Ballungsraum Rhein-Main-Neckar bekannt zu machen und Besucher für das Großereignis zu werben.

Mit dem Produktionsstart für die „Landesgartenschau-Milch“ gab Schwälbchen-Vorstand Günter Berz-List am Donnerstag gemeinsam mit Ministerpräsident Volker Bouffier den „Startschuss für die heiße Phase“ bis zu der fünfeinhalbmonatigen Veranstaltung. Von der nächsten Woche an werben rund fünf Millionen Ein-Liter-Verpackungen im Handel mit seitlichem „Komm zur Landesgartenschau“-Aufdruck für den Besuch in dem Taunusstädtchen.

Packungen erreichen bis zu 50 Millionen Menschen

Eine Packung erreiche bis zu zehn Menschen, die Werbeleistung bewege sich daher in einem niedrigen sechsstelligen Euro-Bereich, erklärte der Molkerei-Chef. „Das ist unschlagbar“, freute sich Landesgartenschau-Geschäftsführer Michael Falk über das Engagement des mittelständischen Familienbetriebs, der im Herbst sein 80-jähriges Bestehen feiert. Die Milchverpackung sei mehr als ein „Marketing-Gag“, lobte Bouffier, der noch deutlich unter dem Einfluss der „beinharten“ GroKo-Verhandlungen in Berlin stand, vor Vertretern aus Politik, Handel, Landwirtschaft und der Hessischen Milchkönigin Sarah. „Sie nutzen Ihren Namen, um den Menschen aus der näheren und weiteren Umgebung zu zeigen, wie schön es im Taunus ist und dass es sich lohnt, Bad Schwalbach und die Landesgartenschau zu besuchen.“

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Als Gießener kenne er die Vorbehalte der Gartenschau-„Kritikerszene“, führte Bouffier aus. Nachdem die LGS im Jahr 2014 in seiner Heimatstadt stattgefunden habe, überwiege die Freude über den nachhaltigen Effekt: „Die Stadt hat extrem gewonnen, man kann sich gar nicht mehr vorstellen, wie es vorher war.“

Schwälbchen, seit 1988 börsennotiert, beschäftigt 393 Mitarbeiter in seiner Molkerei und an zwei Frischedienst-Standorten, der Jahresumsatz liegt bei 179 Millionen Euro. Pro Jahr werden 132 Millionen Kilogramm Milch „aus der Region für die Region“ verarbeitet, das Beschaffungs- sei das Verbreitungsgebiet, die Schwälbchen-Kunden die potenzielle Landesgartenschau-Zielgruppe, erklärte der Firmenchef. Nach mehreren Monaten soll das Motiv auf der Packung gegen ein neues ausgetauscht werden. Für die Erstauflage drückten Berz-List und Bouffier nach einer kurzen Werksführung gemeinsam den Startknopf in der Abfüllanlage.