Edenkoben: Villa Ludwigshöhe

Die Villa Ludwigshöhe ist ein pfälzisches Adelsdomizil nach italienischem Vorbild. Foto: GDKE Rheinland-Pfalz

König Ludwig I. von Bayern hat seiner Liebe zu Italien in der Pfalz Ausdruck verliehen. Er gab 1846 den Bau der Villa Ludwigshöhe in der Nähe von Edenkoben in Auftrag.

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Edenkoben. 1846 gab König Ludwig I. von Bayern den Bau der Villa Ludwigshöhe in Auftrag. Die ehemalige Sommerresidenz Ludwigs ist heute noch ein weithin wirkender Blickfang hoch über Edenkoben an der Weinstraße.

Überraschend südländisch

Als „Villa italienischer Art“ besteht der Freisitz des Königs aus einem vierflügeligen Hauptbau mit einer auf Säulen ruhenden doppelstöckigen Loggia, sodass der Besucher sich durchaus in die Toskana oder nach Rom versetzt fühlen mag. Und das inmitten der reizvollen Landschaft der Pfalz, wo die Rebflächen für den Pfälzer Wein enden und der Pfälzer Wald beginnt.

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Auch das Innere der Villa erscheint überraschend südländisch. So gibt es zum Beispiel Decken- und Wandmalereien, die an den Stil angelehnt sind, der in den Wohnhäusern Pompejis gepflegt wurde.

Raum für kulturelle Veranstaltungen

Nach dem Tod Ludwigs I. war die Villa Eigentum wechselnder Besitzer und ging 1923 in den „Wittelsbacher Ausgleichfonds“ über. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie als Lagerhaus genutzt. Der bayerische Kronprinz Rupprecht sorgte nach dem Krieg für die Möblierung und die Instandsetzung der Villa. Seit 1974 ist sie in Besitz des Landes Rheinland-Pfalz.

Sie beherbergt heute die Max-Slevogt-Galerie mit einer Dauerausstellung und ein Schau-Depot der Sammlung „Moderne Keramik des 20. Jahrhunderts“, das nur an bestimmten Tagen zu besichtigen ist. Zudem finden in dem ehemaligen Freisitz des Königs ausgewählte Kulturveranstaltungen statt.