Relegations-Duell ist Schall und Rauch

Beim Vorhaben, in der Fußball-Verbandsliga Fortschritte zu machen, könnte dem SV Altwiedermus (links Marcel Schwalm) diesmal die SG Unter-Abtsteinach in die Quere kommen. Foto: sen

(kla). In der Fußball-Verbandsliga Süd ist die Zwischenbilanz von Aufsteiger SV Eintracht Altwiedermus vor dem Spiel bei der SG Unter-Abtsteinach ins Minus gedreht.Sonntag,...

Anzeige

ALTWIEDERMUS. (kla). In der Fußball-Verbandsliga Süd ist die Zwischenbilanz von Aufsteiger SV Eintracht Altwiedermus vor dem Spiel bei der SG Unter-Abtsteinach ins Minus gedreht.

Sonntag, 15 Uhr Unter-Abtsteinach – SV Altwiedermus

Ursächlich hierfür war die jüngste 0:3-Heimniederlage der Ronneburger gegen Mitaufsteiger Rot-Weiß Walldorf. Wie schon eine Woche zuvor gegen Hanau 93 musste die Eintracht erneut die spielerische Übermacht des Gegners anerkennen, so dass das Ergebnis am Ende auch in dieser Höhe in Ordnung ging. Drei Punkte aus zuletzt drei Heimspielen in Folge sind keine tolle Bilanz, doch hilft kein Grübeln, sondern muss bei der Eintracht jetzt nach vorne schauen.

Und der nächste Gegner im Spiel eins nach dem überraschenden Abgang von Sturmführer Michael Kohnke zum Hessenligisten Türk Gücü Friedberg (wir berichteten) steht am Sonntag (15 Uhr) bereits vor der Tür. Auf dem Terminplan steht die weite Reise zur SG Unter-Abtsteinach, dem Mitaufsteiger aus der Gruppenliga Darmstadt. Für den SVA keineswegs der große Unbekannte, standen sich beide Mannschaften doch in der Relegationsrunde zur Verbandsliga am 31. Mai dieses Jahres schon gegenüber. Der Vizemeister der Gruppenliga Darmstadt behielt beim damaligen Relegationsauftakt auf dem Sportgelände am Fuße der Ronneburg mit 2:0 die Oberhand. Was erwartet die Eintracht nunmehr am Sonntag bei der Neuauflage dieses Duells? Neben einer langen Anreise ein sehr kleiner Kunstrasenplatz im Odenwald, der von seinen Maßen her nicht viel größer ist als der dem SVA bekannte Kunstrasenplatz im nahegelegenen Sportzentrum Ronneburg.

Anzeige

Wie der SVA hat auch Unter-Abtsteinach aus den ersten vier Ligaspielen vier Punkte eingefahren. Ein genauer Blick auf die Tabelle aber verrät: Diese vier Zähler wurden ausschließlich auf fremden Plätzen geholt, denn der Gastgeber des SVA hat bisher noch kein einziges Punktspiel auf eigenem Platz bestritten, steht also am Sonntag vor seiner Heimpremiere in dieser Saison.

Rückblickend auf den letzten Auftritt gegen Walldorf meinte SVA-Coach Heinz-Martin Walther: „Wir müssen im Kollektiv einfach besser zusammenarbeiten, als dies in den beiden letzten Heimspielen geschehen ist“. Die Fehler wurden in der Woche in aller Deutlichkeit analysiert und auch Walther ist sich nach null Punkten aus den letzten zwei Heimspielen im Klaren darüber, „dass wir am Sonntag aus Unter-Abtsteinach etwas mit nach Hause nehmen müssen“. Das Relegationsduell gegen Unter-Abtsteinach vor genau drei Monaten zum Maßstab genommen, erinnert sich Walther an einen Gegner, „der vor allem in der Defensive sehr kompakt auftritt“. Nur vier Gegentore in bisher vier Auswärtsspielen bestätigen, dass die Abwehrarbeit der Gastgeber offensichtlich auch in der neuen Spielklasse funktioniert. Der Altwiedermuser Coach hofft, dass Lösungen gefunden werden, sich in der Offensive entscheidend in Szene setzen zu können. Der 0:2-Heimniederlage in der Relegation misst Walther keine große Bedeutung bei, denn am Sonntag erwartet er „ein ganz anderes Spiel“.

Fan-Bus fährt

Die personelle Ausgangsposition ist nicht schlecht: „Alle Spieler sind an Bord“, vermeldetHeinz-Martin Walther vor diesem nicht einfachen Auswärtsspiel. Beim SVA hofft man auf die notwendige Unterstützung der eigenen Fans, weshalb die Eintracht-Verantwortlichen einen Bus organisiert haben, der am Sonntag um 12 Uhr am Vereinsheim abfahren wird. Der Unkostenbeitrag für jeden Mitfahrer beträgt 10 Euro.

SV Eintracht Altwiedermus (Kader): P. Wolf, Sauer – Skok, Stenger, Scheffler, Andrejic, Laumer, Ennin, Sommer, Liuzzo, Köhler, Schwalm, Laubach, Schulz, J. Wolf, Oelmez, Hillemann, Juling.