3:1 gegen Freiburg: Eintracht bleibt zuhause ungeschlagen

aus Eintracht Frankfurt

Thema folgen
v.l. Jonathan Schmid (SC Freiburg) Andre Silva (Eintracht Frankfurt) Mark Flekken. Foto: Jan Hübner

Nach dem Sieg gegen die Breisgauer ziehen die Adlerträger als Fünftplazierter in die Europa League ein. Ärgerlich: Mit nur einem Sieg mehr hätte es für die Königsklasse gereicht.

Anzeige

FRANKFURT. Die Frankfurter Eintracht hat das letzte spiel der Saison gegen den SC Freiburg mit 3:1 (0:0) gewonnen. Damit blieben die Frankfurter als einzige Mannschaft neben dem Meister Bayern München in der gesamten Saison im eigenen Stadion ungeschlagen und haben mit 60 Punkten ein Rekordergebnis erzielt. André Silva, Almamy Touré und Ragnar Ache waren die Frankfurter Torschützen, für Freiburg schaffte Changhoon Kwon. Die Eintracht beendete die Saison damit auf dem fünften Platz. Besonders ärgerlich für die Eintracht: Nach den Resultaten am letzten Spieltag hätte den Frankfurtern letzte Woche beim Absteiger auf Schalke ein Sieg gereicht, um sich für die Champions-League zu qualifizieren. So wird es jetzt die Europa-League.

Spannend bei diesem letzten Spiel war ein Blick auf die Bank. Dort saß zum ersten Mal seit seinem Amtsantritt vor fünf Jahren Sportvorstand Fredi Bobic, dessen Amtszeit am Samstagabend zu Ende gegangen ist. Das Tischtuch zu seinen Vorstandskollegen Axel Hellmann und Oliver Frankenbach ist wohl derart zerschnitten, dass sie sich nicht einmal mehr zusammen auf der Tribüne fotografieren lassen wollten. Und so war die Bank der Eintracht die Bank des Abschieds. Vorne Trainer Adi Hütter, dahinter Bobic neben Manager Bruno Hübner und den Assistenztrainern Armin Reutershahn und Christian Peintinger. Sie alle verlassen den Klub und alle nicht wirklich in bestem Einvernehmen. Nach dem Spiel wurden sie über Lautsprecher mit einem paar freundlichen Worten verabschiedet.

Anzeige

Überraschung im Tor der Eintracht

Die größte Überraschung stand bei den Frankfurtern im Tor. Anstelle von Nationaltorwart Kevin Trapp hütete Elias Bördner den Kasten. Der 19-jährige Nachwuchskeeper feierte damit sein Bundesligadebüt. Die eigentliche Nummer zwei, Markus Schubert, saß neben Trapp auf der Bank. Nicht im Aufgebot war auch Amin Younes, nach Mitteilung des Vereins wegen Adduktorenproblemen. Ebenfalls wegen Verletzungen fehlten Sebastian Rode und Djibril Sow. Und so war Trainer Hütter gezwungen einige Änderungen vorzunehmen. Neben Bördner rückten Ajdin Hrustic, Stefan Ilsanker und Steven Zuber neu ins Team.

Die Partie begann sehr munter. Christian Günter verfehlte noch in der ersten Minute nur ganz knapp. Im Gegenzug traf André Silva in der zweiten Minute den Pfosten und wieder nur kurz darauf, schoss Vincenzo Grifo knapp vorbei. Der Auftakt war durchaus vielversprechend. Doch im Laufe der ersten Halbzeit konnten die Mannschaften nicht halten, was sie da versprochen hatten. Das Spiel wurde immer langatmiger, auffallend war alleine der Frankfurter Hrustic, der bei der besten Gelegenheit mit einem Schuss aus 14 Metern am glänzend reagierenden Freiburger Torwart Mark Flekken scheiterte.

Eintracht erarbeitete sich mehr Chancen

Die Eintracht war auch nach dem Wechsel die aktivere Mannschaft, die sich mehr Chancen erarbeitete. Zweimal war es der für Zuber eingewechselte Aymen Barkok, der jeweils die Führung verpasste. In der 62. Minute war es dann so weit. Der Freiburger Janik Haberer hatte den Ball im Strafraum mit der Hand abgewehrt. Nach Hinweis des Video-Assistenten schaute sich Schiedsrichter Dingert die Szene am Schirm an und entschied auf Elfmeter. Andre Silva verwandelte sicher. Es war das 28. Saisontor des Portugiesen. Die Eintracht war nun deutlich überlegen, musste aber dennoch den Ausgleich hinnehmen. Der eingewechselte Wooyeong Kwon traf in der 77. Minute mit einem Schrägschuss flach ins Eck. Da hatte Torwart Bördner keine Chance.

Anzeige

Die Frankfurter versuchten danach weiter alles, um zu gewinnen. Und wurden drei Minuten vor dem Ende belohnt. Kostic hob den Ball nach einem Freistoß hoch in den Strafraum und der für Timmy Chandler eingewechselte Almamy Touré traf aus kurzer Distanz. In der Nachspielzeit setzte der ebenfalls eingewechselte Ragnar Ache noch einen drauf.

Lesen Sie auch: Bremen steigt mit Schalke ab - Union im Europapokal

Von Peppi Schmitt