Der Knoten ist geplatzt: Eintracht beendet Sieglosserie

aus Eintracht Frankfurt

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Amin Younes (link) und Andre Silva von der Frankfurter Eintracht jubeln. Foto: dpa -

Nach neun sieglosen Spielen in Folge gewinnt die Frankfurter Eintracht in Augsburg gegen den FC Augsburg mit 2:0.

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FRANKFURT/AUGSBURG. Am letzten Spieltag des Jahres hat es endlich geklappt: Nach neun sieglosen Spielen in Folge hat die Frankfurter Eintracht mal wieder gewonnen. Das 2:0 (0:0) beim FC Augsburg war beim einem Torschussverhältnis von 16:4 durchaus verdient, allerdings etwas glücklich. Denn die Augsburger brachten die Frankfurter mit einem Eigentor von Raphael Framberger in Führung. Kurz vor Schluss erhöhte Stefan Ilsanker auf 2:0. Auch die Abwehr hielt dicht und blieb zum ersten Mal in dieser Saison ohne Gegentor.

Der Frankfurter Trainer hatte sich für die naheliegendste Aufstellungsvariante entschieden. Für den gesperrten David Abraham verteidigte der der Brasilianer Tuta, der ja in Zukunft sowieso der Nachfolger des Kapitäns werden soll. Alle anderen Positionen ließ Hütter unverändert, Daichi Kamada und Bas Dost blieben also auf der Bank. Die Frankfurter waren nicht nur offensiv aufgestellt, sie spielten auch offensiv. Teilweise war es eine Art fußballerisches Harakiri, denn die Abwehrspieler rückten so weit auf, dass die Augsburger dies durchaus als Einladungen zum Konter verstehen konnten. Und so hatten die Gastgeber auch die ersten Gelegenheiten. Niederlechner scheiterte freistehend an Torwart Trapp, Tuta konnte gegen Niederlechner einen eigenen Fehler selbst in höchster Not wieder ausbügeln.

Doch die offensive Eintracht brachte auch viel für die Offensive. In der letzten Viertelstunde vor der Pause hatten sie Chance auf Chance, nutzte aber keine. Filip Kostic vergab zweimal aus aussichtsreicher Position, Amin Younes verzog zweimal ganz knapp. Und Erik Durm traf mit einem Weitschuss nur die Latte. Die allerbeste Möglichkeit aber hatte André Silva. Ganz allein stand er vor Torwart Gikiewicz, schoss aber auch knapp vorbei.

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Nach dem Wechsel ging es gerade so weiter. Kostic scheiterte wieder am glänzenden Augsburger Torwart. Und dann halfen die Gastgeber der Eintracht auf die Sprünge. In der 54.Minute endlich die Frankfurter hochverdiente Führung. Aymen Barkok hatte einen brillanten Pass auf André Silva gespielt, dessen scharfe Flanke bugsierten die Augsburger mit Gouweleeuw und dann Raphael Framberger den Ball über die eigene Linie. Kostic, der gut spielte, aber einfach nicht traf, verpasste in der 61.Minute wieder eine Chance. Und dann kamen die Augsburger so langsam zurück ins Spiel. Und die Eintracht wich zurück. Auch weil bei Younes und Barkok die Kräfte nachließen.

Und dann hatte die Eintracht mal richtig Glück. Tuta griff eine Viertelstunde im Strafraum gegen den eingewechselten Vargas zweimal ans Trikot, doch Schiedsrichter Daniel Siebert ließ weiterlaufen, pfiff den möglichen Elfmeter nicht. Das war die haarigste Szene, bevor die Frankfurter dann vier Minuten vor dem Ende für die Entscheidung sorgten. Dafür verantwortlich zeichneten drei in der 76.Minute eingewechselte Spieler. Steven Zuber passte nach innen, Ajdin Hrustic, der sein Bundesligadebüt feierte, ließ geschickt durch, und Stefan Ilsanker schob locker ein.

Von Peppi Schmitt