Eintracht Frankfurt: Alle fit und Silva kehrt zurück

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Eintracht Frankfurts Trainer Adi Hütter. Foto: dpa

Die Eintracht profitiert von einer guten Trainingssteuerung, einer disziplinierte Trainingsarbeit, der guten medizinische Versorgung und auch ein bisschen Glück.

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FRANKFURT. Personelle Probleme? Kennt die Frankfurter Eintracht bislang in dieser Saison nicht. Sicher, der eine oder andere Spieler fällt auch mal wegen Blessuren aus, wie zuletzt Erik Durm und André Silva. Aber die ganz großen Sorgen wie bei anderen Klubs wie beispielsweise die TSG Hoffenheim, Schalke 04 oder den FC Bayern plagen Trainer Adi Hütter nicht. Gründe dafür gibt es viele: Eine gute Trainingssteuerung, eine disziplinierte Trainingsarbeit, gute medizinische Versorgung, vielleicht manchmal einfach auch ein bisschen Glück. „Wir haben ein tolles medizinisches Team“, sagt der Trainer, „am Anfang hatten die Jungs Probleme, bis das Vertrauen da war, aber jetzt machen alle unglaublich gut mit.“ Die Eintracht hatte im Sommer 2019 den langjährigen Mannschaftsarzt Dr. Christoph Seeger durch den Münchner Mediziner Florian Pfab ersetzt. Vor dem Auswärtsspiel am Freitag (20.30 Uhr) beim SV Werder Bremen gibt es bei der Eintracht keinen einzigen verletzungsbedingten Ausfall. Alleine Evan Ndicka wird wegen einer Gelbsperre fehlen. Für ihn rückt Makoto Hasebe in die Dreierabwehr und Djibril Sow kehrt ins Mittelfeld zurück. Das sei „naheliegend“, sagt der Frankfurter Trainer.

Erik Durm und André Silva wieder einsatzbereit

Die zuletzt gegen die Bayern wegen kleinerer Blessuren nicht berücksichtigten Erik Durm und André Silva sind wieder einsatzbereit. „Sie haben im Training alles mitgemacht“, sagt Hütter. Torjäger Silva gibt an, „vollständig genesen“ zu sein. „Ich glaube, ich hätte schon etwas früher das Training wiederaufnehmen können“, sagte der Portugiese, „aber wir hatten ja keine Eile, darum bin ich erst in dieser Woche wieder eingestiegen.“ Hütter hat also die „Qual der Wahl“, wird sogar den einen oder anderen „Weltpokalsiegerbesieger“ auf der Bank lassen müssen.

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Den Teamgeist wird dies nicht beeinträchtigen. Die Geschlossenheit der Mannschaft, die den Vereinsnamen Eintracht lebt, soll weiter der größte Trumpf beim Kampf um die internationalen Plätze bleiben. Der Teamspirit definiere sich „durch Regeln, durch den gegenseitigen Umgang und auch Disziplin“, fasst der Trainer zusammen. Dies gelte auf dem Platz, aber auch außerhalb des Platzes. Wie die Spieler die Vorgaben in diesen Wochen umsetzten, mache ihm „eine große Freude“. Der Verein seinerseits, das gesamte Umfeld der Mannschaft, bemühe sich den Spielern ein Gefühl zu geben, „in dem sie sich wohlfühlen können.“ Wichtig für das Binnenklima, das natürlich auch durch die Erfolgsserie bestimmt wird, sei auch, dass viele Dinge schon intern in der Kabine geregelt würden. Die erfahrenen Spieler würden da „vorangehen“.

Hütter über Kritik an Spielern verärgert

Gerade deshalb stellt sich der Frankfurter Trainer auch vehement vor jene Spieler, die zuletzt das eine oder andere Mal in den öffentlichen Bewertungen schlechter wegegekommen sind. So sei Stefan Ilsanker, beim letzten Duell in Bremen noch zweifacher Torschütze, aktuell “nur“ noch Einwechselspieler, ein ganz wichtiger Bestandteil der Mannschaft. Der österreichische Nationalspieler habe einen „hohen Stellenwert“ bei den Kollegen, „er ist ein unglaublich wichtiger Charakter-Spieler mit großer Anerkennung, der mit seiner momentanen Rolle gut umgehen kann.“ Hütter ist froh, „dass er hier ist.“

Das gelte genauso für Luka Jovic. Die Kritik am aus Madrid zurückgekehrten Torjäger nach dem Bayern-Spiel soll Hütter mächtig geärgert haben. „Da gehen die Meinungen auseinander“, sagte er, „ich war sehr zufrieden mit ihm.“ Natürlich könne Jovic noch besser spielen, „aber er hat genau verkörpert, was ich mir vorgestellt habe.“ Die Arbeit für die Mannschaft stehe über allem anderen. Das ist im Grunde das Geheimnis des Frankfurter Erfolges. „Wenn wir so spielen wie bisher, bin ich überzeugt, dass wir am Freitag gewinnen“, sagt der Trainer voller Selbstvertrauen, „wenn wir aber nur zehn Prozent nachlassen, wird es schwer, weil wir von Werder Bremen sicher nichts geschenkt bekommen.“

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Von Peppi Schmitt