Eintracht in Piräus ohne Kostic und Hrustic

aus Eintracht Frankfurt

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Filip Kostic könnte am Wochenende zum Zuschauen verdammt sein. Foto: dpa/Arne Dedert

Eintracht Frankfurt muss am Donnerstag bei Olympiakos Piräus kurzfristig auf Filip Kostic und Ajdin Hrustic verzichten. Dem Team fehlen zudem noch weitere Spieler.

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FRANKFURT/MAIN. Viel schlimmer hätte es die Frankfurter Eintracht nicht treffen können: Kurzfristig ist für das Europa-League-Spiel bei Olympiakos Piräus (Donnerstag, 18.45 Uhr, live bei TVNow) Filip Kostic ausgefallen. Er hat ebenso wie Ajdin Hrustic die Reise nach Athen gar nicht mit angetreten. Beide haben sich beim Training am Dienstag verletzt. Kostic habe schon „seit einiger Zeit Probleme mit der Achillessehne“, sagte Trainer Oliver Glasner. Hrustic plagt sich mit einem geschwollenen Knöchel. Selbst der Einsatz im nächsten Bundesligaspiel am Sonntag in Fürth ist bei beiden nicht gesichert. Zudem fehlen wegen Verletzungen ja auch Christopher Lenz und Gonçalo Paciencia.

Mit Ragnar Ache ist ein weiterer Angreifer nicht für den europäischen Wettbewerb nominiert. „Wichtig ist, dass wir uns nicht mit den Spielern beschäftigen, die zu Hause sind, die werden das Spiel für uns nicht gewinnen“, sagte Glasner bei der offizielle Pressekonferenz im Stadion von Piräus, „wir werden auf jeden Fall eine schlagkräftige Truppe aufs Feld schicken.“

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Der Ausfall von Kostic, der am Montag seinen 29.Geburtstag gefeiert hat, ist dennoch kaum zu kompensieren. Einen auch nur halbwegs gleichwertigen Spieler gibt es im Kader nicht. Glasner sieht das mit Blick aufs große Ganze natürlich etwas anders. „Wir können es auch ohne Filip“, erinnert er ans Hinspiel, „beim 3:1 war er an keinem Tor direkt beteiligt“ Der einzige im Kader, der am linken Flügel bereits Erfahrungen gesammelt hat, ist Jesper Lindström. Glasner nannte als Optionen auch die „Viererkette“, dazu personell Timmy Chandler und Erik Durm, die auf links spielen könnten. Die Einstellung ist jedenfalls klar. „Wir fahren hierhin, um zu gewinnen“, sagte der Trainer voller Selbstvertrauen, „wir könnten ein erstes Saisonziel realisieren, in der Europa-League zu überwintern.“

Warmer November in Athen

Immerhin hat die griechische Hauptstadt Athen der Eintracht einen ganz warmen Empfang bereitet. 25 Grad, keine Wolke am Himmel, Sommerfeeling – das war ein Kontrastprogramm zum Dauerregen in der Heimat und der trüben Herbststimmung. In Frankfurt hatte die Eintracht am Vormittag noch trainiert. Trainer Oliver Glasner hält das für besser als ins Stadion des Gegners hineinzuschnuppern. Beim ersten Auswärtsspiel im belgischen Antwerpen hatte die Eintracht eine ähnliche Vorbereitung inklusive später Anreise gewählt und es war mit einem 1:0-Sieg gut gegangen. Am Donnerstag wird es für die Eintracht dann ganz heiß weitergehen. Olympiakos Piräus will die 1:3-Niederage aus dem Hinspiel vergessen machen, die Eintracht an der Spitze der Europa-League-Gruppe D wieder ablösen und wird dabei von rund 30.000 fanatischen Zuschauern unterstützt werden.

„Wenn wir die nächsten 15 Spiele verlieren, werdet ihr mit jemand anderem sprechen.“ Eintracht-Trainer Oliver Glasner auf die Frage nach dem "worst case" mit weiteren Niederlagen

Die Fans des griechischen Rekordmeisters sind bekannt für ihr emotionales Auftreten und einem Hang zum Feuerwerk. Gerechnet wird im Georgis-Karaiskis-Stadion mit viel Bengalo-Feuer, mit einer lautstarken und hitzigen Atmosphäre. Da werden es nicht nur die knapp 1 500 Frankfurter Fans schwer haben, die ihre Mannschaft begleitet haben. Der Frankfurter Fan-Beauftragte Marc Francis mahnt alle zur Vorsicht. „Es ist ein ganz heißes Pflaster hier in Piräus, da sollten unsere Leute bescheiden und zurückhaltend auftreten“, sagte er.

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Von Peppi Schmitt