Russ glaubt an Kovac-Verbleib: „Der Trainer weiß, was er an...

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"Vielleicht die beste Mannschaft, in der ich bei Eintracht Frankfurt gespielt habe": Marco Russ. Foto: dpa  Foto:

Marco Russ (32) gehört mit Alexander Meier (35), Makoto Hasebe (34) und David Abraham (31) zu den erfahrensten Spielern der Frankfurter Eintracht. Vor dem Endspurt in der...

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FRANKFURT. Marco Russ (32) gehört mit Alexander Meier (35), Makoto Hasebe (34) und David Abraham (31) zu den erfahrensten Spielern der Frankfurter Eintracht. Vor dem Endspurt in der Fußball-Bundesliga hat der Abwehrspieler zu den drängendsten Fragen Stellung bezogen. „Schon die Europa-League-Teilnahme wäre Wahnsinn“, sagt Russ, der es „sehr bedauern“ würde, wenn Trainer Niko Kovac den Verein verlassen sollte. Die besondere Stärke der Eintracht sei der „Spirit in der Kabine und das Herz auf dem Platz:“ Die Aussagen von Marco Russ:

Zur neuen Zielsetzung: „Ich denke, wenn die Nationalspieler im Laufe der Woche zurückgekehrt sind, werden wir uns zusammensetzen und dann wird der Trainer auch neue Ziele ausgeben. Es bringt ja nichts, Drumherum zu reden. Es ist doch klar, dass wir, jetzt wo wir solange schon oben stehen, auch unseren Platz verteidigen wollen. Ob es dann der vierte, fünfte oder sechste Platz wird, weiß keiner. Wir können die Tabelle lesen, sehen wie eng es ist. Aber wir sehen die Riesenchance, die wir haben. Wir haben zwar ein schwieriges Auswärtsprogramm, aber wenn wir unseren Punkteschnitt halten, ist einiges möglich.“

Zur möglichen Champions-League-Teilnahme: „An die Champion-League wage ich gar nicht zu denken. Schon die Europa-League wäre der Wahnsinn. Jeder kann sich doch noch erinnern, was los war, als wir zuletzt europäisch gespielt haben. Selbst gegen Baku war es ausverkauft.“

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Zu den Spekulationen um die Zukunft von Trainer Niko Kovac: „Ich würde es sehr bedauern, wenn es hier zu Ende geht. Er hat großartige Arbeit geleistet, uns vom Fast-Absteiger auf Platz vier gebracht. Ich glaube, unser Trainer weiß genau, was er hier bei der Eintracht hat. Sein Standing ist hoch, er hat ein großes Mitspracherecht.“

Zu seiner persönlichen Verfassung, nachdem er im letzten Jahr nach einer Krebserkrankung sein Comeback gefeiert hat: „Alle vier Monate muss ich zur Kontrolluntersuchung. Ich fühle ich mich top, bin fit und sehr zufrieden. Das liegt auch am Trainer. Die Arbeit zahlt sich aus. Im Schnitt sind wir durch das Training läuferisch besser als. Das ist wichtig, jetzt wenn es ans Eingemachte geht.“

Zum Spiel bei Werder Bremen am Sonntag: „Das wird ganz schwierig. Es wird ein intensives Spiel. Es wird Zeit, dass wir auswärts mal wieder punkten.“

Zu den Problemen wieder in den Rhythmus zu kommen: „Das ist richtig eklig. Ich habe drei Tage gar nichts gemacht, die Seele baumeln lassen. Da muss dann aufpassen. Das Training wird ja am Ende der Saison angepasst. Gerade für die älteren Spieler ist es schwierig, wieder reinzukommen.“

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Zur Abwehrrotation: „Mit Ausnahme von David Abraham, der unser Chef ist, wird oft gewechselt. Ich finde das gut. Jeder muss im Training ans Limit gehen. Egal wer spielt, bisher haben wir das Level gehalten. Ich kann mich noch erinnern an Zeiten bei Trainer Skibbe oder Veh, da war klar, dass ich von 34 Spielen 32 mache. Das war nicht so gut, da hat die Breite im Kader gefehlt.“

Zum Alter der Abwehrspieler Abraham, Hasebe und Russ und zur Klasse der Mannschaft: „Das ist bestimmt kein Nachteil. Mental ist es sogar ein Vorteil. Es ist vielleicht die beste Mannschaft, in der ich bei der Eintracht gespielt habe. Uns zeichnet vor allem der Spirit aus, der Zusammenhalt in der Kabine, das Herz auf dem Platz. Die Mentalität ist top.“

Von Peppi Schmitt