„So darf es gerne weitergehen“

aus Eintracht Frankfurt

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Darf sich gleich mehrmals gratulieren lassen: Frankfurts Fünffach-Torschütze Sébastien Haller (rechts) nimmt vor 2500 Zuschauern in Idstein die Glückwünsche von Mitspieler Daichi Kamada entgegen. Heftrichs Daniel Richard Hebert kann nichts machen.Fotos: rscp / Hasan Bratic  Foto:

Sébastien Haller genoss das Bad in der Menge sichtlich. „Das war ein toller Start, so darf es weitergehen“, strahlte der Neuzugang der Frankfurter Eintracht. Während er...

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IDSTEIN. Sébastien Haller genoss das Bad in der Menge sichtlich. „Das war ein toller Start, so darf es weitergehen“, strahlte der Neuzugang der Frankfurter Eintracht. Während er fleißig Autogramme schrieb. Ohne natürlich das 15:0 (8:0) gegen Kreisoberligist SV Heftrich überbewerten zu wollen. Die Unterschrift des für rund sieben Millionen Euro vom FC Utrecht geholten Stürmers war nach dem Testspiel-Erfolg des Fußball-Bundesligisten vor 2500 Zuschauern auf dem ausverkauften Sportplatz Zissenbach in Idstein besonders begehrt. Schließlich hoffen viele Eintracht-Fans, dass der Franzose genauso in der Liga weitermacht, wie er im ersten Vorbereitungsspiel begonnen hat: Der 23-Jährige steuerte in den ersten 45 Minuten fünf Treffer bei. „Es ist natürlich noch ein weiter Weg. Aber wir haben es heute sehr gut gemacht. Wir haben den Test ernst genommen, sind viel gelaufen und haben viele Tore gemacht“, meinte Haller.

Darf sich gleich mehrmals gratulieren lassen: Frankfurts Fünffach-Torschütze Sébastien Haller (rechts) nimmt vor 2500 Zuschauern in Idstein die Glückwünsche von Mitspieler Daichi Kamada entgegen. Heftrichs Daniel Richard Hebert kann nichts machen.Fotos: rscp / Hasan Bratic  Foto:

Kovac: „Weiß von einem Angebot für Oczipka nichts“

Ein anderer neuer Stürmer übertraf ihn nach der Pause sogar noch: Luka Jovic markierte sechs Treffer. Was Frankfurts Co-Trainer Armin Reutershahn sehr freute: „Es ist toll, wenn die Verstärkungen direkt treffen. Das gibt Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben.“ Die in den USA folgen: Am Donnerstagmorgen bricht der SGE-Tross ins Trainingslager auf, am Samstag (21 Uhr deutsche Zeit) steigt das nächste Testspiel gegen den amtierenden MLS-Meister Seattle. Schon bei der Einheit am Dienstagmorgen hatte Eintracht-Trainer Niko Kovac eine freudige Nachricht verkündet: Marc Stendera ist weiter als gedacht, wird den Trip in die Staaten nun doch antreten.

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Gegen Heftrich fehlte Stendera noch, dafür schickte Kovac mit Haller, Danny da Costa und Daichi Kamada, der gleich mehrfach als Vorbereiter auf der rechten Außenbahn gefiel, drei Neuzugänge von Beginn an auf den Rasen. Haller eröffnete den Torreigen nach vier Minuten, legte in den anschließenden 24 Minuten drei weitere Treffer zum 4:0 nach. Zwei Tore schoss Bastian Oczipka. Der Linksverteidiger wurde am Dienstag mit dem FC Schalke 04 in Verbindung gebracht. Kovac schüttelte vehement den Kopf: „Ich weiß davon nichts. Basti reist mit uns in die USA und wird mit ziemlicher Sicherheit in dieser Saison für uns spielen.“

Talent Mandela Mbouhom erhält Profivertrag am Main

Nach der Pause tauschte Kovac zehn Spieler aus, brachte Jovic und Gelson Fernandes. Auch das 18 Jahre alte Sturmtalent Nelson Mandela Mbouhom, das von der Eintracht am Dienstag einen Profivertrag bis Juni 2019 erhalten hatte, kam in die Partie. Im Tor übernahm U19-Keeper Marius Herzig, da mit Jan Zimmermann (aufgeplatzte Wunde) und Leon Bätge (Riss des Syndesmosebandes) beide Stellvertreter von Lukas Hradecky derzeit verletzt fehlen. Am Ende hieß es 15:0. „Wir haben uns viel bewegt. Das war genau das Ziel nach den ersten anstrengenden Einheiten“, schloss Reutershahn ab.

Und auch Heftrichs neuer Trainer Wolfgang Schmidt, der mit seinem neuen Team im Vorfeld lediglich drei Einheiten absolviert hatte, war zufrieden: „Ein Bilderbuch-Event. Die Eintracht hat sich professionell und sympathisch präsentiert. Und meine Jungs, die sich vom Taktischen her gut verhalten haben, sind euphorisch, strahlen Glück aus. Dieses Spiel wird auf fruchtbaren Nährboden fallen.“

SV Heftrich: Guckes, Stavenow – Berger, Grohe, Hebert, Findeis, Hönecke, Brandt, Rivas, Kirberg, J. T. Keil, L.-T. Keil, K.-F. Keil, Harsy, Kirchner, Mohr, Sommer, Leffler, Bossert, Wallmann, Götzelt.

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Eintracht: Hradecky – da Costa, Russ, Knothe, Oczipka – Cetin, Medojevic – Blum, Besuschkow, Kamada – Haller. - 2. Halbzeit: Herzig – Chandler, Abraham, Ordonez, Tawatha – Cetin, Fernandes – Hrgota, Mandela Mbouhom, Dadashov – Jovic.

Tore: 0:1, 0:2, 0:3, 0:4 Haller (4./18./25./28.), 0:6 Oczipka (35.), 0:6 Blum (38.), 0:7 Haller (40.), 0:8 Oczipka (44.), 0:9, 0:10 Jovic (46./51.), 0:11 Hrgota (64.), 0:12, 0:13, 0:14, 0:15 Jovic (71./73./78./84.).

Zuschauer: 2500 (ausverkauft). – Schiedsrichter: Faust (SV Neuhof) mit Luschberger (Wisper Lorch) und Kamnitzer (Spvgg. Eltville).