Testspiel-Auftakt der Eintracht: Drei Neue im Aufgebot

aus Eintracht Frankfurt

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Verteidiger Christopher Lenz gibt am Samstag gegen den SVWW sein Debüt im Eintracht-Trikot – wie auch zwei weitere Neuzugänge.  Foto: Jan Hübner

Am Samstag testen die Adler aus Frankfurt gegen den SV Wehen Wiesbaden. Alle Spieler sollen Einsatzzeit bekommen – einige aber dürfen gar nicht auf den Platz.

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FRANKFURT. Wer es gar nicht erwarten kann bis zum Finale der Europameisterschaft am Sonntag in Wembley, kann sich schon am Samstag (16 Uhr) wieder Live-Fußball aus der Region anschauen. Die Frankfurter Eintracht trägt ihr erstes Testspiel der neuen Saison aus und erwartet den SV Wehen Wiesbaden. Und neben der vereinseigenen Plattform „Eintracht-TV“ überträgt im frei empfangbaren Fernsehen auch „Sky News HD“ live.

Ob das Spiel in irgendeiner Form einen sportlichen Wert hat, sei mal dahingestellt. Zumindest für die Fans der Eintracht könnte es aber ein paar erste klitzekleine Hinweise geben. Immerhin ist es das erste Spiel unter dem neuen Trainer Oliver Glasner. Und es wird der erste Auftritt von drei Neuzugängen im Adler-Trikot: Torhüter Diant Ramaj, Verteidiger Christoper Lenz und Stürmer Ali Akman.

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Drei Spieler haben noch keine Sondergenehmigung vorliegen

Trainer Glasner hat schon mal angekündigt, dass alle Spieler, die seit dem 1. Juli im Training stehen, auch Einsatzminuten bekommen werden. Ausnahmen sind der leicht angeschlagene Erik Durm und die drei jugendlichen Spanier Fabio Blanco (17), Ingnacio Ferri Julia (16) und Enrique Herrero Garcia (16), die als Minderjährige eine Sondergenehmigung vom Weltfußballverband FIFA brauchen, die noch nicht vorliegt.

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Klar ist, dass dieses Freundschaftsspiel keine Aussagekraft in irgendeiner Richtung haben wird, weder taktisch noch personell. Dazu ist der Kader zu dezimiert und dazu hat der neue Coach gerade erst begonnen, seine Ideen zu implementieren. Unter der Woche hat Glasner meist mit einer Viererkette spielen lassen, was ja gegenüber der vergangenen Saison eine deutliche Veränderung wäre. So wird es sicher auch gegen den Drittligisten sein, aber in Stein gemeißelt ist der Systemwechsel sicher nicht. Die Vorfreude bei den Spielern ist dennoch groß. „Wir wollen versuchen umzusetzen, was wir im Training geübt haben“, sagt der erfahrene Timothy Chandler.

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Da Costa und Pacienca können erste Zeichen setzen

An Ehrgeiz wird es den Profis und den Talenten sicher nicht fehlen. So bietet sich dem einen oder anderen Rückkehrer die Gelegenheit, sich zu positionieren. Danny da Costa zum Beispiel könnte in Abwesenheit der verletzten Konkurrenten Almamy Touré und Erik Durm als rechter Verteidiger ein erstes Zeichen setzen. Und Goncalo Paciencia könnte an seine Zeit vor der Leihe nach Schalke erinnern, als er durchaus als treffsicherer Angreifer bekannt war.

Trainer Glasner wird zur Pause wohl alle Feldspieler austauschen, die Mannschaften mit erfahrenen Profis und ehrgeizigen Talenten durchmischen. Würde er die aktuell vermeintlich beste Elf aufstellen, hätte die trotz des Fehlens von insgesamt neun Nationalspielern eine gewisse Attraktivität und Klasse. Das könnte dann so aussehen: Diant Ramaj – Danny da Costa, Makoto Hasebe, Evan Ndicka, Christopher Lenz – Aymen Barkok, Sebastian Rode, Amin Younes, Filip Kostic – Ali Akman, Goncalo Paciencia. Mit dabei auch Timothy Chandler, Rodrigo Zalazar, Ragnar Ache, Dejan Joveljic, Nils Stendera, Jannik Horz, Omoruyi Irorere, Muhammed Damar, Jan Schröder, Luka Hyryläinen und Dario Gebuhr.

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Von Peppi Schmitt