Was wird aus Niko Kovac: Wie wahrscheinlich ist es, dass der...

aus Eintracht Frankfurt

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Niko Kovac. Foto: dpa

Kein Tag vergeht ohne Spekulationen in den Medien über die zukünftigen Trainer bei den deutschen Spitzenclubs Bayern München und Borussia Dortmund. Und immer wieder taucht...

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FRANKFURT. Kein Tag vergeht ohne Spekulationen in den Medien über die zukünftigen Trainer bei den deutschen Spitzenclubs Bayern München und Borussia Dortmund. Die Vereine selbst halten sich auffallend bedeckt. Bleibt also Jupp Heynckes beim FC Bayern oder beendet er seine Karriere endgültig? Behält Borussia Dortmund den in der Liga bislang ungeschlagenen Peter Stöger oder suchen sie einen neuen Trainer mit internationalem Format? Der in München angeblich als Favorit gehandelte Thomas Tuchel hat sich wohl für das Ausland entschieden, für London oder Paris. Das Trainerkarussell dreht sich in diesen Tagen und Wochen immer schneller. Mit dabei und immer wieder genannt ist Niko Kovac. Wie also ist der Stand: Was wird aus dem Cheftrainer? Aus Frankfurter Sicht gibt es drei Szenarien:

Variante 1: Kovac erfüllt seinen bis 2019 laufenden Vertrag und bleibt noch für eine Saison bei der Eintracht. Dafür spricht viel. Zum einen, dass er nun auch in Frankfurt ernten könnte, was er in den letzten beiden Jahren gesät hat. Die Europapokal-Teilnahme ist greifbar nahe. Für Kovac wären Spiele im europäischen Wettbewerb mit der Eintracht ein weiterer Schritt in seiner Entwicklung. Denn noch hat der 46 Jahre alte Trainer „nur“ in der Liga erstklassig trainiert, noch nicht europäisch. Was in Bezug auf Trainingsaufbau, Trainingssteuerung und Trainingsintensität neue Herausforderungen stellen würde. Internationale Erfahrung hat er allerdings schon als Spieler (83 Länderspiele) und kroatischer Nationaltrainer gesammelt. Zum anderen kann sich in Frankfurt niemand so richtig vorstellen, dass der Trainer vertragsbrüchig werden wird. Kovac lebt nach festen Prinzipien, spricht oft von Ehrlichkeit und Moral und hat mehrfach glaubhaft versichert, „dass es keinen Kontakt zu den Bayern gibt“. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass diese Aussagen schon einige Wochen her sind. Trotzdem: Mit einem Wechsel würde Kovac ein Stück weit seine Glaubwürdigkeit aufs Spiel setzen. Noch immer am wahrscheinlichsten

Variante 2: Kovac verlängert seinen Vertrag über 2019 hinaus. Die Eintracht würde sich das wünschen und hat es bereits angesprochen. Offizielle Verhandlungen darüber soll es noch nicht gegeben haben. Kovac könnte bei dieser Variante wenig gewinnen. Unwahrscheinlich

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Variante 3: Kovac erliegt dem Lockruf des Branchenkönigs. Kontakte nach München gibt es viele, der Eintracht-Coach hat ja auch eine Bayern-Vergangenheit (2001 bis 2003). Beraten wird Kovac bei medientechnischen Fragen von Ex-Bayern-Pressechef Markus Hörwick. Ob Hörwick Kovac das Haifischbecken München schon zutraut oder noch zu einer gewissen Wartefrist raten würde, ist nicht bekannt. Für einen Wechsel zu Bayern würde bei einer tatsächlichen Anfrage sprechen, dass man in Deutschland ein Angebot des Branchenführers eigentlich nicht ablehnt. Diese Chance kommt schließlich nicht beliebig oft. Und in der Liga gilt: Wollen die Bayern einen Spieler oder wie in diesem Fall einen Trainer, dann bekommen sie ihn auch. Geld würde dann keine Rolle spielen, die Münchner könnten sich auch eine dann fällige Ablöse an die Eintracht locker leisten. Das gilt im Übrigen auch für Borussia Dortmund. Doch bei einem BVB-Interesse wäre die sportliche Ausgangsposition eine andere. Kovac müsste nicht wie in München eine Ansammlung von Stars bei Laune halten, sondern in Dortmund besteht die Aufgabe darin, eine neue international schlagkräftige Mannschaft erst aufzubauen. Durchaus möglich

Für die Eintracht könnte die Trainerfrage zu einem Problem werden, wenn der Verein spät in der Saison vor vollendete Tatsachen gestellt würde. Im Grund kann aber davon ausgegangen werden, dass sich Sportvorstand Fredi Bobic und Manager Bruno Hübner längst mit Kovac ausgetauscht haben. Und vorbereitet wären. Gerade bei der Zusammensetzung der Frankfurter Mannschaft wäre auch ein Trainer aus dem Ausland möglich, wenn er die hohen Ansprüche von Bobic erfüllt. Das Feld wäre in diesem Fall riesengroß.

Von Peppi Schmitt