FC Gießen heute im Hessenpokal-Halbfinale gefordert

"Es wird auf Kleinigkeiten ankommen", sagt Danyiel Cimen, Trainer des Hessenliga-Tabellenführers FC Gießen vor dem Gastspiel beim Ligarivalen KSV Baunatal. Es geht um den...

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Gießen. giessen (rd). Der Pokal, nein, bitte nicht diese Nummer: von wegen eigene Gesetze. Das will keiner mehr hören. Daniyel Cimen auch nicht. Der Trainer des Hessenliga-Tabellenführers FC Gießen ist vor dem Hessenpokal-Halbfinale am Dienstag beim Tabellensechsten KSV Baunatal wie immer sehr klar in seinen Gedanken und Ansagen gegenüber der Mannschaft. "Alles drum herum ist egal, wir müssen Ruhe im Kopf haben und wer mental stärker ist, wird dieses Spiel gewinnen."

KSV Baunatal - FC Gießen Heute, 19 Uhr

Egal sei, dass das Punktspiel gegen die Nordhessen im September 2018 im Waldstadion "sehr eng war" und nur mit 1:0 gewonnen wurde. Innenverteidiger Kevin Nennhuber erzielte damals in Minute 73 das goldene Tor mit einem seiner beiden Saisontreffer. Baunatal sei eine Mannschaft, die "in der Liga jeden schlagen kann". Und Baunatal habe die Klasse auch im Pokal nachgewiesen, damals beim Einzug in die nächste Runde durch den Sieg gegen den Regionalligisten TSV Steinbach. Das aber hat der FC Gießen auch geschafft, bei den legendären Abendauftritten vor beeindruckender Kulisse gegen Eintracht Stadtallendorf und den FSV Frankfurt.

"Das ist aber vorbei", sagt Cimen, der die Devise von Spiel zu Spiel schauen sofort als wesentlichen Bestandteil seiner Trainer-Philosophie unterschreiben würde. Auch der Gedanke, dass man mit dem Einzug ins Finale, sollte sich Drittligist SV Wehen-Wiesbaden am übernächsten Mittwoch beim SC Hessen Dreieich durchsetzen, schon so gut wie sicher in der DFB-Pokal-Hauptrunde steht, ist Cimen suspekt: "Das darf nicht in den Köpfen drin sein, weil es die zwei, drei Prozent Konzentration kosten kann", mahnt der Ex-Profi, denn "in so einem Ko-Spiel kommt es auf Kleinigkeiten an, auf Kleinigkeiten, die funktionieren müssen."

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Dabei hat der Pokal dann doch seine eigenen Gesetze, zum Beispiel, das "es auch in die Verlängerung gehen könnte, das muss man vorher einkalkulieren." Man werde heute - wie schon in den letzten Spielen - mit "einem klaren Plan und sicher nicht hop oder top" das Spiel angehen. Dazu gehöre auch eine gut koordinierte Anreise "mit einem Puffer von einer halben bis dreiviertel Stunde", um rechtzeitig und entspannt anzukommen. In die Karten spielt Gießen, dass nur Andrej Markovic angeschlagen fraglich ist, "sein Einsatz wird sich nach dem Training entscheiden", so Cimen gestern. Tim Korzuscheck ist wieder an Bord.