Hessenliga: Brisantes Derby zwischen dem SV Steinbach und dem...

Die Leistungen stimmen, die Ergebnisse nicht wirklich - ein Schicksal, das der SV Steinbach und der SV Neuhof vor dem Hessenliga-Derby teilen. Die SG Barockstadt will...

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BURGHAUN/NEUHOF/FULDA. Die Leistungen stimmen, die Ergebnisse nicht wirklich - ein Schicksal, das der SV Steinbach und der SV Neuhof in der Fußball-Hessenliga teilen. Zumindest ein Team kann aber am Sonntag einen größeren Schritt in Richtung rettendes Ufer machen, wenn um 14.45 Uhr das Derby im Mühlengrund steigt.

Ganz anders die Situation bei der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz. Die wiedergekehrte Euphorie mit in den Winter nehmen, ist vielmehr das Ziel der SGB. Mit dem vierten Sieg in Serie würde das Team in der Tabelle weiter für Spannung an der Spitze sorgen, doch Vorsicht: Am Sonntag (14.45 Uhr) beim VfB Ginsheim wartet Torgefahr pur.

SV Steinbach - SV Neuhof (Sonntag, 14.45 Uhr): Mit Blick auf die Bilanz der Derbys zwischen Steinbach und Neuhof steht eigentlich schon vorher fest: Der SVS wird - wenn gespielt werden kann - zuhause nicht verlieren. Bis auf einen unwesentlichen Testspielsieg holte Neuhof gegen die Steinbacher nämlich fast nichts. "Diese Mannschaft liegt uns nicht. Egal ob wir gut oder schlecht gespielt haben - wenn der Schiedsrichter abgepfiffen hat, stand maximal ein Unentschieden", sagt Neuhofs Coach Alexander Bär, der die haarsträubende Bilanz fast schon mit Galgenhumor nimmt: "Ich würde auf Steinbach tippen, wenn ich nichts mit Neuhof zu tun hätte".

Neben der Bilanz ist diesmal der Platz im Mühlengrund ein großes Thema: Das Spiel gegen Ginsheim vor zwei Wochen musste abgesagt werden - und die Pausen mag Trainer Petr Paliatka überhaupt nicht. "Der Platz ist kein Traum, aber wir versuchen alles", meint der Coach, der mit dem Team schon seit zwei Wochen durchgehend am B-Platz trainiert, "nur damit wir spielen können. Es ist immer besser, wenn du nicht aus dem Rhythmus kommst". Das sieht auch Paliatkas Gegenüber so, allerdings gibt Bär hinsichtlich der Negativserie gegen Steinbach zu: "Ich hätte auch nichts dagegen, wenn es ausfällt".

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Bilanz und Platz hin oder her - die große Bedeutung ist nicht wegzudiskutieren, wenngleich beiden Trainern bewusst ist, dass noch an 16 anderen Tagen Punkte vergeben werden. "Die Saison wird nicht entschieden", so Bär: "Das Ergebnis bedeutet nicht, dass der Verlierer Verbandsligist werden wird. Das Spiel gibt dem Gewinner nur ein besseres Gefühl zur Winterpause hin". Im Schneckenrennen im Keller setzte sich Neuhof zuletzt einen Zähler vor den SVS.

VfB Ginsheim - SG Barockstadt Fulda-Lehnerz (Sonntag, 14.45 Uhr): Da kommt einiges auf die Hintermannschaft der SGB zu: Allen voran Can Cemil Özer (14 Saisontore) und Nils Fischer (neun Treffer) bilden eines der gefährlichsten Tandems der Hessenliga und könnten wohl jeden Gegner, der sie nicht im Griff hat, im Alleingang zerlegen. "Wir wissen um die Stärken und Schwächen des Gegners, dort haben schon einige Punkte liegenlassen", sagt Barockstadt-Coach Sedat Gören, der aber Mut aus dem 2:0 im Hinspiel in Lehnerz und nicht zuletzt aus den jüngsten drei Siegen schöpft.

Beim Erfolg gegen Griesheim bereitete die SGB fußballerisch wieder Freude, gewann souverän - auch dank der Fans im Rücken. "Sie haben uns sehr positiv unterstützt und den Rücken gestärkt. Dafür sind wir jedem dankbar", betont Gören. Die SGB will sich auf dem Kunstrasenplatz in Ginsheim-Gustavsburg nicht verstecken und untermauern, warum man die Barockstädter im Titelrennen weiter auf der Rechnung haben sollte. "Der Gegner soll sich nach uns richten, wir haben auch Spieler, die sehr torgefährlich sind, und können viele Variationen spielen".