SG Stockhausen/Blankenau lässt auch im Kellerduell offensiv...

 Foto: Zinn

"Das wars wohl für uns", meinte Udo Brähler, der sportlich Verantwortliche der SG Stockhausen/Blankenau, nach dem Schlusspfiff. Im Abstiegsduell in der Fußball-Kreisoberliga...

Anzeige

STOCKHAUSEN. "Das wars wohl für uns", meinte Udo Brähler, der sportlich Verantwortliche der SG Stockhausen/Blankenau, nach dem Schlusspfiff. Im Abstiegsduell in der Fußball-Kreisoberliga Fulda Süd ist die SG Stockhausen/Blankenau nach einer 2:4 (0:2)-Heimniederlage so gut wie abgestiegen.

SG Stockhausen/Blankenau - SV Schweben 2:4

Dabei begannen die Gastgeber sehr selbstbewusst. Der Ball lief gut durch die eigenen Reihen und man kontrollierte das Spiel. Die Gäste überließen der SG Stockhausen/Blankenau zunächst die Initiative und man konzentrierte sich auf die Abwehrarbeit. In dieser frühen Phase konnte man gut erkennen, wo das eigentliche Problem der SG Stockhausen/Blankenau über die ganze Saison lag. Udo Brähler: "Es reicht ganz einfach nicht, immer nur schön mitzuspielen. Uns fehlt einfach ein Knipser, der die Dinger dann auch einmal rein macht."

Den Gastgebern fehlte auch diesmal das Durchsetzungsvermögen im Angriff und die Cleverness im Abschluss, um so ein entscheidendes Spiel zu gewinnen. Der SV Schweben wirkte dagegen kaltschnäuzig im Ausnutzen der sich bietenden Torchancen. Die Gäste waren in Abwehr und Mittelfeld gut organisiert und hatten ihr Spiel auf Konter ausgelegt. Spieltrainer Christian Birkenbach führte im Mittelfeld klug Regie und setzte seine Mitspieler gekonnt ein. Mit dem ersten gezielten Konter gingen die Gäste bereits in Führung. Marco Weber (17.) hatte sich am Strafraum schön in Szene gesetzt und das Leder aus zehn Metern freistehend versenkt. Gunter Eidmann (24.) hatte aus kurzer Distanz die erste Chance für die Gastgeber, jedoch verfehlte er knapp.

Anzeige

Die SG Stockhausen Blankenau mühte sich, zeigte große Kampf- und Laufbereitschaft, aber dem Angriffsspiel fehlten die zündenden Ideen. Anders die Gäste, die nur mit wenigen Pässen schnell vor dem gegnerischen Gehäuse auftauchten. So wie in der 25. Minute als Birkenbach aus 11-Metern freistehend vergab. Die Gastgeber hätten gewarnt sein müssen, denn der nächste Konter saß. Mirco Kekule (37.) setzte sich gegen den zu zögerlich angreifenden Tobias Schrimpf im Strafraum durch und erzielte mit einem Flachschuss das 2:0 aus Sicht der Gäste. Außer einer Möglichkeit von Andreas Arnold, nach einer Erb-Ecke - sprang für die Gastgeber dann nichts mehr heraus.

Auch in der zweiten Hälfte änderte der SV Schweben an seiner taktischen Ausrichtung nichts. Man spielte geschickt aus der Abwehr und setzte gezielt Konter. Die Mannen um ihren Spielertrainer Christian Birkenbach wurden auch nicht nervös, als bereits kurz nach der Halbzeit Timo Schäfer (47.) per Kopfball den Anschlusstreffer markierte. Vielleicht hätte das Spiel noch einmal einen anderen Verlauf genommen, wenn Gunter Eidmann (56.) seine Chance genutzt hätte. Wenig später machten es die Gäste besser und erzielten durch den stark aufspielenden Carsten Stey (65.) das vorentscheidende 1:3. Die SG Stockhausen/Blankenau versuchte jetzt noch einmal, Druck aufzubauen - und war prompt erfolgreich. Nach einer Ecke von rechts nutzte Christopher Erb (74.) seine Freiheit im Strafraum und erzielte erneut den Anschlusstreffer. Die Gastgeber waren jetzt übermotiviert und machten Fehler in der Defensive. In der 77. Minute wurden sie erneut blitzschnell überlaufen - und mit dem 2:4 durch Florian Storch bestraft, was letztlich den Endstand bedeuten sollte.

Stockhausen/Blankenau: Jökel; Lange, Arnold, Christian Schäfer, Münker, Timo Schäfer, Neidert, Schrimpf, Erb, Eidmann, Christen. Eingewechselt: Dehler, Rashid, Borrmann.

Schweben: Heil, Bleuel, Gärtner, Scherf, Weber, Müller, Birkenbach, Storch, Andreas Stey, Seeber, Marvin Stey. Eingewechselt: Busch, Carsten Stey, Kekule.

SR: Michael Diebel (Bad Hersfeld). Gelb-Rote Karten: Mirco Kekule (Schweben 79.), Tobias Borrmann (Stockhausen/Blankenau 90.). Z: 150

Anzeige

Tore: 0:1 Marco Weber (17.), 0:2 Mirco Kekule (34.), 1:2 Timo Schäfer (47.), 1:3 Carsten Stey (65.), 2:3 Christopher Erb (74.), 2:4 Florian Storch (77.).